Schweizer Franken – Japanischer Yen – CHF/JPY

Bedeutung des Währungspaares CHF/JPY

Das Währungspaar Schweizer Franken/Japanischer Yen oder auch kurz CHF/JPY ist, wie es sich selbst schon darstellt, das Kreuz für die Währungen der Länder Schweiz und Japan.

Angezeigt wird in diesem Währungspaar, wie viel Japanische Yen man für einen Schweizer Franken bekommt. Die Währung Franken ist hierbei die Basiswährung und der Japanische Yen die Kurswährung oder auch Notierungswährung genannt.

Wenn nun also der Kurs des Währungspaares CHF/JPY  bei 1,50 liegt, dann bekommt man für einen Schweizer Franken genau 1,50 Japanische Yen.

Kategorie des Währungspaares CHF/JPY

Das Währungspaar CHF/JPY gehört im Devisenmarkt (Forexmarkt) zu den sogenannten Minor-Währungspaaren.
Den Minor-Währungspaaren kann man keinen genaueren Marktanteil nachweisen, aber als Cross Währungspaare sollte man beim Handel sehr vorsichtig sein.

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Messgrößen für das Währungspaar CHF/JPY

Der Schweizer Franken wird in einem Währungsindex abgebildet. Im sogenannten CHF-Index werden eine Reihe liquider Währungen als Portfolio gegen den Schweizer Franken gestellt.
Enthaltene Währungen sind bspw der Euro, der US-Dollar aber auch das Britische Pfund und der Kanadische Dollar.

Der Japanische Yen wird ebenfalls in einem Währungsindex abgebildet.
Im sogenannten JPY-Index werden eine Reihe liquider Währungen als Portfolio gegen den Japanischen Yen gestellt.
Enthaltene Währungen sind bspw der Euro, der US-Dollar, aber auch das Britische Pfund und der Schweizer Franken.

Vorteile für den Handel des Währungspaares CHF/JPY

Der Grund für den weniger starken Handel liegt im Volumen, der mäßigen Volatilität und den höheren Spreads zugrunde. Diese Eigenschaften sind auch in anderen Minor-Währungspaaren der Grund dafür, dass die Popularität dieser Währungspaare in Zukunft zwar steigen wird, aber niemals eine große Rolle im Verhältnis zu den Major-Währungspaaren spielen wird.

Warum handelt man CHF/JPY?

Hier sind 5 Gründe warum eine Vielzahl von Tradern täglich den Schweizer Franken gegen den Japanischen Yen handelt:

Merkmal
Beschreibung
Volatilität
CHF/JPY ist bekannt für größere Preisranges. Das kommt von den vielen täglichen News aus Japan und der Schweiz. Beide Währungen sind allgemein sehr bekannt für viel Nervosität. Genau aus diesem Grund hat man auch große spontane Ausbrüche in solchen Crosses.
Verfügbarkeit von Ressourcen
Dieser Grund trifft nicht nur auf den Japanischen Yen oder den Schweizer Franken zu, sondern auf alle Währungspaare, wenn nicht sogar auf alle Märkte. In der heutigen Zeit gibt es kaum noch etwas was es nicht gibt. Tausende professionelle Tools zur Auswertung von Charts und Chartmustern, unzählige Newsanbieter, welche alle Wirtschaftsdaten in Echtzeit zur Verfügung stellen, sodass man auch als kleiner Privathändler immer auf dem neuesten Stand ist. Die Analyse und Auswertung von Märkten ist so leicht ist wie noch nie zuvor.
Einzelbewegung
Das Währungspaar CHF/JPY ist bekannt dafür in nur einer Kerze viele Pips zurückzulegen. Deshalb liegen hier auch die Chancen in Range- Breakouts oder im Trendfolgehandel erstaunlich schnell hohe Gewinne einzusammeln. Natürlich ist dementsprechend auch das Risiko höher und man sollte sein Risikomanagement im Griff haben.
Marktanteil
Die Kopplung der Währungen CHF/JPY nimmt am gesamten Forexmarkt nur einen kleinen Anteil ein. Das tägliche Volumen beläuft sich auf eine eher weniger messbare Größe, wird aber im hohen Millionenbereich täglich liegen.
Sicherheit
Japan, genau wie die Schweiz sind zwei der modernsten Volkswirtschaften der Welt, dementsprechend gibt es auch eine Vielzahl von Daten- und Preisinformationen.

Nachteile für den Handel von Franke/Yen

Merkmal
Beschreibung
Bewegung
Das Währungspaar Schweizer Franken/Japanischer Yen reagiert ziemlich stark auf Wirtschaftsnews aus den beiden Destinationen und hat ein sehr hohes Handelsvolumen. Diese beiden Eigenschaften bringen spontane, schnelle und starke Bewegungen bei Daten, die abweichend von der Erwartungshaltung sind. Das kann bei Unachtsamkeit zu schweren Verlusten führen. Man sollte in diesem Markt stark auf sein Risikomanagement achten.
Mehrdeutigkeit
Durch die Nervosität in diesem Markt kommt es im Währungspaar CHF/JPY oft zu sogenannten Fakeouts. Es wird ein Breakout nach Regelwerk angedeutet, aber es passiert genau das Gegenteil. Genau aus diesem Grund sollten Anfänger in diesem Markt erst einmal auf Demo-Konten zurückgreifen.
Automation
Dieser Punkt betrifft nicht nur das Währungspaar CHF/JPY, aber hier potenziert sich dieser Effekt. Automatisierte Handelssysteme (Expert Advisor) machen Märkte zusätzlich volatil und erhöhen deutlich die Handelsaktivität. Dies macht sich in starken spontanen Bewegungen bemerkbar.
Wenn man diese Vor- und Nachteile kennt, kann man sich bei ausführlicher Recherche in diesem Markt tolle und kontinuierliche Gewinne abholen.

Wichtige Wirtschaftsdaten im CHF/JPY

Hier noch eine Liste mit den Wirtschaftsindikatoren, welche in diesem Paar starke Schwankungen auslösen und damit immer in die Analyse einbezogen werden sollten.

  • Erzeugerpreisindex (EPI)
  • Handelsbilanz
  • Einkaufsmanagerindex (EMI)
  • Einzelhandelsumsätze
  • Industrieproduktion
  • Schweizer Nationalbank Sitzungen (SNB)
  • Bank of Japan Sitzungen (BoJ)
  • Verbrauchervertrauen
  • Zinsentscheide
  • Arbeitsmarktdaten

Langzeitanalyse für das Währungspaar CHF/JPY

Das Währungspaar Schweizer Franken gehandelt gegen den Japanischen Yen hat eher weniger spannende Jahre hinter sich. Beide Währungen zählen in Krisenzeiten als sichere Häfen und werden dadurch stark gekauft. Genau dadurch neutralisiert sich oftmals die Bewegung und es bleibt eine Seitwärtsphase im Chart abgebildet.

Von 2004 bis Juni 2008 gab es einen leichten Aufwärtstrend zu sehen, welcher bei einem Kurs von 86,30 Yen je Franken begann und im Juni bei 103,30 Yen je Franken sein Ende fand und sehr schnell und stark kippte. Von Juli 2008 bis November 2008 fiel der Kurs um fast genau 25%, auf sein derzeitiges Allzeittief bei einem Kurs von 76,50 Japanische Yen je Schweizer Franken.

In der darauf folgenden Seitwärtsphase gab es noch 2 weitere Versuche dieses Allzeittief erneut zu brechen. Der erste Versuch war im Mai 2010 und der zweite versuch im Juli 2012. Im zweiten Versuch kamen dann sehr viele technische Käufer in den Markt, welche den Kurs über die nächsten Monate bis zu seinem Allzeithoch getrieben haben. Von August 2012 an, bis Januar 2015 legte der Kurs wahnsinnige 75% nach oben zurück. Das Allzeithoch wurde bei einem Kurs von 138,70 Yen je Schweizer Franken besiegelt. Seit 2016 befinden wir uns in diesem Paar in einer Seitwärtsphase und warten in welche Richtung der langfristige Trend sein wird.
Wie anfangs erwähnt ist vor allem die angespannte fundamentale Zeit 2018/2019 ein Grund für diese Phase.

Historisches zur Währung Schweizer Franken

In der Vorgeschichte des schweizerischen Währungssystems war bis zur Gründung der helvetischen Republik 1798, die Ausgabe von Münzen ausschließlich durch die einzelnen Kantone gestattet.
Die Franzosen führten 1798 den Schweizer Franken ein, welcher in Batzen und Rappen unterteilt war.

1848 wurde die Schweiz als Bundesstaat geschaffen und am 07.05.1850 der Schweizer Franken als offizielle Währung vom Staat bestätigt.

Der Schweizer Franken gilt aufgrund seines flexiblen Wechselkurses als krisensicher und zeichnet sich durch seine Stabilität aus.
Die Währung profitiert natürlich auch von der guten wirtschaftlichen Entwicklung der Schweiz über die vergangenen Jahrzehnte.
Anleger haben hohes Vertrauen in die Währung und die Schweiz als Finanzstandort, so dass in turbulenten Zeiten oder Krisen der Schweizer Franken als sicherer Hafen, neben Gold und dem Japanischen Yen gekauft wird.

Historisches zur Währung Japanischer Yen

Der Japanische Yen wurde 1871 nach dem europäischen Vorbild als Währung eingeführt. Es wurde dabei das Dezimalsystem festgelegt.
Japan hatte nach dem 2. Weltkrieg mit einem stark belasteten Währungs- und Finanzsystem zu kämpfen. Viele Jahre standen im Zeichen der Inflation und erst nach vielen Stabilisierungsprogrammen, konnte sich die Währung erholen.
Japan schaffte in den 80er Jahren den Sprung aufs internationale Spielfeld. Es wurden massiv Auslandsstandorte von japanischen Banken aufgebaut und zusätzlich 1984 im Yen-Dollar Commitee viel für den Freihandel des japanischen Währungssystem getan.
2013 entschied man gegen das extrem deflationäre Wachstum, mit monströsen Finanzspritzen vor zu gehen. Dies wurde über die Zinspolitik der Bank of Japan erwirkt.
Heute zählt der Japanische Yen als sicherer Hafen und wird stark verkauft in Risk On Szenarien und stark gekauft, wenn das Sentiment auf Risk Off schwenkt.

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