Hongkong Dollar – Japanischer Yen – HKD/JPY

Bedeutung des Währungspaares HKD/JPY

Das Währungspaar Hongkong-Dollar/Japanischer Yen oder auch kurz HKD/JPY ist, wie es sich selbst schon darstellt, das Kreuz für die Währungen der Länder Hongkong und Japan.

Angezeigt wird in diesem Währungspaar, wie viel Japanische Yen man für einen Hongkong-Dollar bekommt. Die Währung Hongkong-Dollar ist hierbei die Basiswährung und der Japanische Yen die Kurswährung oder auch Notierungswährung genannt.

Wenn nun also der Kurs des Währungspaares HKD/JPY  bei 1,50 liegt, dann bekommt man für einen Hongkong-Dollar genau 1,50 Japanische Yen.

Kategorie des Währungspaares HKD/JPY

Das Währungspaar HKD/JPY gehört im Devisenmarkt (Forexmarkt) zu den sogenannten Exotic-Währungspaaren.
Den Exotic-Währungspaaren kann man keinen genaueren Marktanteil nachweisen, aber als Cross Währungspaare sollte man beim Handel sehr vorsichtig sein.

Bock auf Trading?
Hol Dir mein kostenfreies Ebook

Messgrößen für das Währungspaar HKD/JPY

Der Japanische Yen wird ebenfalls in einem Währungsindex abgebildet.
Im sogenannten JPY-Index werden eine Reihe liquider Währungen als Portfolio gegen den Japanischen Yen gestellt.
Enthaltene Währungen sind bspw der Euro, der US-Dollar, aber auch das Britische Pfund und der Schweizer Franken.

Vorteile für den Handel im Hongkong-Dollar/Yen

Der Grund für den weniger starken Handel liegt im Volumen, der mäßigen Volatilität und den höheren Spreads zugrunde. Diese Eigenschaften sind auch in anderen Exotic-Währungspaaren der Grund dafür, dass die Popularität dieser Währungspaare in Zukunft zwar steigen wird, aber niemals eine große Rolle im Verhältnis zu den Major-Währungspaaren spielen wird.

Warum handelt man HKD/JPY?

Hier sind 5 Gründe warum eine Vielzahl von Tradern täglich den Hongkong-Dollar gegen den Japanischen Yen handelt:

Merkmal
Beschreibung
Volatilität
HKD/JPY ist bekannt für größere Preisranges. Das kommt von den vielen täglichen News aus Hongkong und Japan. Beide Währungen sind allgemein sehr bekannt für viel Nervosität. Genau aus diesem Grund hat man auch große spontane Ausbrüche in solchen Crosses.
Verfügbarkeit von Ressourcen
Dieser Grund trifft nicht nur auf den Hongkong-Dollar oder den Japanischen Yen zu, sondern auf alle Währungspaare, wenn nicht sogar auf alle Märkte. In der heutigen Zeit gibt es kaum noch etwas was es nicht gibt. Tausende professionelle Tools zur Auswertung von Charts und Chartmustern, unzählige Newsanbieter, welche alle Wirtschaftsdaten in Echtzeit zur Verfügung stellen, sodass man auch als kleiner Privathändler immer auf dem neuesten Stand ist. Die Analyse und Auswertung von Märkten ist so leicht ist wie noch nie zuvor.
Einzelbewegung
Das Währungspaar HKD/JPY ist bekannt dafür in nur einer Kerze viele Pips zurückzulegen. Deshalb liegen hier auch die Chancen in Range- Breakouts oder im Trendfolgehandel erstaunlich schnell hohe Gewinne einzusammeln. Natürlich ist dementsprechend auch das Risiko höher und man sollte sein Risikomanagement im Griff haben.
Marktanteil
Die Kopplung der Währungen HKD/JPY nimmt am gesamten Forexmarkt nur einen kleinen Anteil ein. Das tägliche Volumen beläuft sich auf eine eher weniger messbare Größe, wird aber im hohen Millionenbereich täglich liegen.
Sicherheit
Hongkong, genau wie Japan selbst sind zwei der modernsten Volkswirtschaften der Welt, dementsprechend gibt es auch eine Vielzahl von Daten- und Preisinformationen.

Nachteile für den Handel im Hongkong-Dollar/Yen

Merkmal
Beschreibung
Bewegung
Das Währungspaar Hongkong-Dollar/Japanischer Yen reagiert ziemlich stark auf Wirtschaftsnews aus den beiden Destinationen und hat ein sehr hohes Handelsvolumen. Diese beiden Eigenschaften bringen spontane, schnelle und starke Bewegungen bei Daten, die abweichend von der Erwartungshaltung sind. Das kann bei Unachtsamkeit zu schweren Verlusten führen. Man sollte in diesem Markt stark auf sein Risikomanagement achten.
Mehrdeutigkeit
Durch die Nervosität in diesem Markt kommt es im Währungspaar HKD/JPY oft zu sogenannten Fakeouts. Es wird ein Breakout nach Regelwerk angedeutet, aber es passiert genau das Gegenteil. Genau aus diesem Grund sollten Anfänger in diesem Markt erst einmal auf Demo-Konten zurückgreifen.
Automation
Dieser Punkt betrifft nicht nur das Währungspaar HKD/JPY, aber hier potenziert sich dieser Effekt. Automatisierte Handelssysteme (Expert Advisor) machen Märkte zusätzlich volatil und erhöhen deutlich die Handelsaktivität. Dies macht sich in starken spontanen Bewegungen bemerkbar.
Wenn man diese Vor- und Nachteile kennt, kann man sich bei ausführlicher Recherche in diesem Markt tolle und kontinuierliche Gewinne abholen.

Wichtige Wirtschaftsdaten für das Paar HKD/JPY

Hier noch eine Liste mit den Wirtschaftsindikatoren, welche in diesem Paar starke Schwankungen auslösen und damit immer in die Analyse einbezogen werden sollten.

  • Erzeugerpreisindex (EPI)
  • Handelsbilanz
  • Einkaufsmanagerindex (EMI)
  • Einzelhandelsumsätze
  • Industrieproduktion
  • Hong Kong Monetary Authority Sitzungen
  • Bank of Japan Sitzungen (BoJ)
  • Verbrauchervertrauen
  • Zinsentscheide
  • Arbeitsmarktdaten

Langzeitanalyse für Hongkong-Dollar/Japanischer Yen

Die langfristige Betrachtung des Währungspaares Hongkong-Dollar/Japanischer Yen zeigt, dass es von beiden Währungen in diesem Währungspaar stärkere und schwächere Phasen gab. Von 2004 bis Juli 2007 gab es einen klaren Aufwärtstrend, welcher bei einem Kurs von 15,75 Yen je Hongkong-Dollar sein Ende fand.

Die darauf folgende Bewegung war ein regelrechter Einbruch. Der Kurs fiel innerhalb von 5 Jahren um fast 40%. Ein kleiner Ausreißer war die Monats-Kerze im August 2009. Diese Kerze hält mit ihrem langen Docht nach wie vor das Allzeit-Tief bei einem Kurs von 7,2 Japanische Yen je Hongkong-Dollar. Von 2012 bis 2015 wechselte der Trend und die komplette fallende Bewegung aus den Jahren davor wurde neutralisiert.

Das Ende des Aufwärtstrends gipfelte im Allzeit-Hoch bei einem Kurs von 16,20 Yen je Hongkong-Dollar. Die letzten 3 Jahre verlief der Kurs eher seitwärts und sehr verhalten. Hier bleibt abzuwarten, in welche Richtung die Seitwärtsphase verlassen wird und wie die wirtschaftliche Entwicklung der beiden Nationen in Zukunft ist.

Historisches zur Währung Hongkong Dollar

Die Geschichte der Währung Hongkong-Dollar ist etwas unkonventioneller als die vieler anderer Währungen.
Hongkong war gut 150 Jahre lang eine Kronkolonie der Britischen Monarchie.
1997 wechselte Hongkong dann ins Hoheitsgebiet der Volksrepublik China.
Als Sonderverwaltungszone behielt man sich die Souveränität, Währungsangelegenheiten selbst zu verwalten und entscheiden.
Für diese Arbeit ist die Hongkong Monetary Authority zuständig. Ähnlich wie in Europa die Europäische Zentralbank.
Anders ist jedoch, dass die HKMA die Banknoten nicht selbst ausgibt, sondern über das Notenprivileg diese Aufträge an 3 verschiedene Banken abgeben kann.
Bank of China, HSBC und Standard Chartered Bank.
Am 01.Mai 2005 wurde die Bindung an den US-Dollar gelockert. Der HKD darf ca um den Wert von 7,80 Hongkong-pro US-Dollar schwanken. Es gibt jedoch keine festen Werte wie tief oder hoch der Kurs steigen darf.

Historisches zur Währung Japanischer Yen

Der Japanische Yen wurde 1871 nach dem europäischen Vorbild als Währung eingeführt. Es wurde dabei das Dezimalsystem festgelegt.
Japan hatte nach dem 2. Weltkrieg mit einem stark belasteten Währungs- und Finanzsystem zu kämpfen. Viele Jahre standen im Zeichen der Inflation und erst nach vielen Stabilisierungsprogrammen, konnte sich die Währung erholen.
Japan schaffte in den 80er Jahren den Sprung aufs internationale Spielfeld. Es wurden massiv Auslandsstandorte von japanischen Banken aufgebaut und zusätzlich 1984 im Yen-Dollar Commitee viel für den Freihandel des japanischen Währungssystem getan.
2013 entschied man gegen das extrem deflationäre Wachstum, mit monströsen Finanzspritzen vor zu gehen. Dies wurde über die Zinspolitik der Bank of Japan erwirkt.
Heute zählt der Japanische Yen als sicherer Hafen und wird stark verkauft in Risk On Szenarien und stark gekauft, wenn das Sentiment auf Risk Off schwenkt.

Teile den Beitrag

Share on facebook
Share on linkedin
Share on twitter
Share on email