Euro – Ungarischer Forint – EUR/HUF

Bedeutung des Währungspaares EUR/HUF

Das Währungspaar Euro/Ungarischer Forint oder auch kurz EUR/HUF ist, wie es sich selbst schon darstellt, das Kreuz für die Währungen der Europäischen Union und Ungarn.

Angezeigt wird in diesem Währungspaar, wie viel Ungarische Forint man für einen Euro bekommt. Die Währung Euro ist hierbei die Basiswährung und der Ungarische Forint die Kurswährung oder auch Notierungswährung genannt.

Wenn nun also der Kurs des Währungspaares EUR/HUF  bei 1,50 liegt, dann bekommt man für einen Euro genau 1,50 Ungarische Forint.

Kategorie des Währungspaares EUR/HUF

Das Währungspaar EUR/HUF gehört im Devisenmarkt (Forexmarkt) zu den sogenannten Exotic-Währungspaaren.
Den Exotic-Währungspaaren kann man keinen genaueren Marktanteil nachweisen, aber als Cross Währungspaare sollte man beim Handel sehr vorsichtig sein.

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Messgrößen für das Währungspaar EUR/HUF

Wenn man die Stärke der beiden Währungen messen möchte, dann kann man sich hierfür den Euro Currency Index (EURO) zur Hilfe nehmen.

Der Euro Currency Index ist eine Kennzahl für den Wert des Euros. Man gewichtet ihn zur Bestimmung gegen einen Korb von 4 Währungen im genauen Verhältnis von 25%.

Folgende Währungen befinden sich in diesem Währungskorb:

  • US-Dollar,
  • Britisches Pfund,
  • Japanischer Yen
  • Schweizer Franke.

Vorteile für den Handel des Währungspaares EUR/HUF

Der Grund für den weniger starken Handel liegt im Volumen, der mäßigen Volatilität und den höheren Spreads zugrunde. Diese Eigenschaften sind auch in anderen Exotic-Währungspaaren der Grund dafür, dass die Popularität dieser Währungspaare in Zukunft zwar steigen wird, aber niemals eine große Rolle im Verhältnis zu den Major-Währungspaaren spielen wird.

Warum handelt man EUR/HUF?

Hier sind 5 Gründe warum eine Vielzahl von Tradern täglich den Euro gegen den Ungarischen Forint handelt:

Merkmal
Beschreibung
Volatilität
EUR/HUF ist bekannt für größere Preisranges. Das kommt von den vielen täglichen News aus Europa und Ungarn. Beide Währungen sind allgemein sehr bekannt für viel Nervosität. Genau aus diesem Grund hat man auch große spontane Ausbrüche in solchen Crosses.
Verfügbarkeit von Ressourcen
Dieser Grund trifft nicht nur auf den Euro oder den Ungarischen Forint zu, sondern auf alle Währungspaare, wenn nicht sogar auf alle Märkte. In der heutigen Zeit gibt es kaum noch etwas was es nicht gibt. Tausende professionelle Tools zur Auswertung von Charts und Chartmustern, unzählige Newsanbieter, welche alle Wirtschaftsdaten in Echtzeit zur Verfügung stellen, sodass man auch als kleiner Privathändler immer auf dem neuesten Stand ist. Die Analyse und Auswertung von Märkten ist so leicht ist wie noch nie zuvor.
Einzelbewegung
Das Währungspaar EUR/HUF ist bekannt dafür in nur einer Kerze viele Pips zurückzulegen. Deshalb liegen hier auch die Chancen in Range- Breakouts oder im Trendfolgehandel erstaunlich schnell hohe Gewinne einzusammeln. Natürlich ist dementsprechend auch das Risiko höher und man sollte sein Risikomanagement im Griff haben.
Marktanteil
Die Kopplung der Währungen EUR/HUF nimmt am gesamten Forexmarkt nur einen kleinen Anteil ein. Das tägliche Volumen beläuft sich auf eine eher weniger messbare Größe, wird aber im hohen Millionenbereich täglich liegen.
Sicherheit
Europa, genau wie Ungarn sind zwei der modernsten Volkswirtschaften der Welt, dementsprechend gibt es auch eine Vielzahl von Daten- und Preisinformationen.

Nachteile für den Handel im Euro/Ungarischen Forint

Merkmal
Beschreibung
Bewegung
Das Währungspaar Euro/Ungarischer Forint reagiert ziemlich stark auf Wirtschaftsnews aus den beiden Destinationen und hat ein sehr hohes Handelsvolumen. Diese beiden Eigenschaften bringen spontane, schnelle und starke Bewegungen bei Daten, die abweichend von der Erwartungshaltung sind. Das kann bei Unachtsamkeit zu schweren Verlusten führen. Man sollte in diesem Markt stark auf sein Risikomanagement achten.
Mehrdeutigkeit
Durch die Nervosität in diesem Markt kommt es im Währungspaar EUR/HUF oft zu sogenannten Fakeouts. Es wird ein Breakout nach Regelwerk angedeutet, aber es passiert genau das Gegenteil. Genau aus diesem Grund sollten Anfänger in diesem Markt erst einmal auf Demo-Konten zurückgreifen.
Automation
Dieser Punkt betrifft nicht nur das Währungspaar EUR/HUF, aber hier potenziert sich dieser Effekt. Automatisierte Handelssysteme (Expert Advisor) machen Märkte zusätzlich volatil und erhöhen deutlich die Handelsaktivität. Dies macht sich in starken spontanen Bewegungen bemerkbar.
Wenn man diese Vor- und Nachteile kennt, kann man sich bei ausführlicher Recherche in diesem Markt tolle und kontinuierliche Gewinne abholen.

Wichtige Wirtschaftsdaten im Euro/Forint

Hier noch eine Liste mit den Wirtschaftsindikatoren, welche in diesem Paar starke Schwankungen auslösen und damit immer in die Analyse einbezogen werden sollten.

  • Erzeugerpreisindex (EPI)
  • Handelsbilanz
  • Einkaufsmanagerindex (EMI)
  • Einzelhandelsumsätze
  • Industrieproduktion
  • Magyar Nemzeti bank Sitzungen
  • Europäische Zentralbank Sitzungen (EZB)
  • Verbrauchervertrauen
  • Zinsentscheide
  • Arbeitsmarktdaten

Langzeitanalyse für das Währungspaar EUR/HUF

Das Währungspaar aus Euro und Ungarischem Forint befindet sich die letzten 15 Jahre in einem intakten und sehr starken Aufwärtstrend. Das bedeutet der Euro gewinnt ununterbrochen an Stärke gegenüber dem Ungarischen Forint.

2004 bis 2006 wurde der Startschuss für diesen Aufwärtstrend gelegt. Trotz der stärkeren Korrektur 2007 auf das heutige ungebrochene Allzeit-Tief bei einem Kurs von 208 Forint pro Euro, nahm der Trend seinen Lauf. Die Reaktion auf diese Korrektur war ein Ausbruch, welcher in nur 8 Monaten 35% Kursgewinn verbuchen konnte.

Schritt für Schritt ging es weiter hoch. Das aktuelle Allzeit-Hoch liegt bei einem Kurs von fast 336 Ungarischen Forint je Euro und wurde im September 2019 erreicht. Brechen wir diese Marke ist kein weiterer Widerstand zu sehen und wir laufen in weitere Allzeit-Hochs. Ein Bruch könnte als Long-Einstieg hier dienen, da es keine Anzeichen gibt, das der Trend aufhört.

Historisches zur Währung Euro

Am 01. Juli 1990 wurde der freie Kapitalverkehr zwischen den EG Staaten hergestellt, was den ersten Schritt einer Währungsunion darstellte. Die rechtliche Grundlage für weitere Umsetzungen bot der 1992 aufgelegte Vertrag von Maastricht.

Am 01. Januar 1994 ging es dann weiter mit der Gründung des Europäischen Währungsinstituts (EWI). Diese Institution war der Vorgänger der heutigen Europäischen Zentralbank (EZB). Ab diesem Zeitpunkt stand die Richtung fest und man begann die Haushaltslage der Mitgliedsstaaten zu prüfen.

Am 01. Januar 1999 war es dann fast 9 Jahre später soweit. An diesem Tag wurde die Europäische Zentralbank gegründet und man legte nun die Wechselkurse jedes Landes zum Euro fest.

Diese Wechselkurse nennt man auch Währungsparitäten.

An den Kursen konnte nichts mehr verändert werden. Für alle teilnehmenden Staaten waren diese Wechselkurse fest und unverrückbar.

Hier eine Übersicht, wie sich die Gemeinschaftswährung verbreitet hat:

  • 1999: Belgien, Frankreich, Deutschland, Finnland, Irland, Niederlande, Östereich, Italien, Luxemburg, Portugal, Monaco, San Marino, Spanien und Vatikanstadt
  • 2001: Griechenland
  • 2007: Slowenien
  • 2008: Malta und Zypern
  • 2009: Slowakei
  • 2011: Estland
  • 2014: Lettland und Andorra
  • 2015: Litauen

 

Mit der Einführung des Euros wurde auch die Preisdarstellung an den Börsen geändert.

In Deutschland war das die Notierung USD/DEM und wurde auf das heute am meisten gehandelte Währungspaar EUR/USD geändert. Dieses Währungspaar beinhaltete alle Teilnehmerstaaten.

Alle Währungspaare in den alten Währungen sind entfernt wurden.

Mit der Einführung des Euros wurde auch die Preisdarstellung an den Börsen geändert.

In Deutschland war das die Notierung USD/DEM und wurde auf das heute am meisten gehandelte Währungspaar EUR/USD geändert. Dieses Währungspaar hat alle Teilnehmerstaaten beinhaltet.

Alle Währungspaare in den alten Währungen sind entfernt wurden. 

Historisches zur Währung Ungarischer Forint

Nach dem Ende des 2. Weltkriegs wurde der Ungarische Forint erneut eingeführt und konnte sogar bis 1980 sehr stabil laufen. Der Zusammenbruch des Sozialistischen Regimes brachte auch im Forint einen Sturz und eine sehr starke schnelle Entwertung. Die Inflationsrate lag bei ca 32% 1991. Über die Jahre hat Ungarn das Problem jedoch super in den Griff bekommen und konnte 2009 schon auf eine deutlich niedrigere Inflationsrate von 5,6% schauen.
Der Forint soll mit dem Eintritt in die EU auch durch den Euro ersetzt werden, jedoch passiert das nicht vor 2020. Ungarn muss vorher die Kriterien für den Wechselkursmechanismus II erfüllen.

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