Euro – Südafrikanischer Rand – EUR/ZAR

Bedeutung des Währungspaares EUR/ZAR

Das Währungspaar Euro/Südafrikanischer Rand oder auch kurz EUR/ZAR ist, wie es sich selbst schon darstellt, das Kreuz für die Währungen der Europäischen Union und Südafrikas.

Angezeigt wird in diesem Währungspaar, wie viel Südafrikanische Rand man für einen Euro bekommt. Die Währung Euro ist hierbei die Basiswährung und der Südafrikanische Rand die Kurswährung oder auch Notierungswährung genannt.

Wenn nun also der Kurs des Währungspaares EUR/ZAR  bei 1,50 liegt, dann bekommt man für einen Euro genau 1,50 Südafrikanischer Rand.

Kategorie des Währungspaares EUR/ZAR

Das Währungspaar EUR/ZAR gehört im Devisenmarkt (Forexmarkt) zu den sogenannten Exotic-Währungspaaren.
Den Exotic-Währungspaaren kann man keinen genaueren Marktanteil nachweisen, aber als Cross Währungspaare sollte man beim Handel sehr vorsichtig sein.

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Messgrößen für das Währungspaar EUR/ZAR

Wenn man die Stärke der beiden Währungen messen möchte, dann kann man sich hierfür den Euro Currency Index (EURO) zur Hilfe nehmen.

Der Euro Currency Index ist eine Kennzahl für den Wert des Euros gegenüber anderen Währungen. Man wichtet hierbei den Euro gegen einen Korb von 4 Währungen im genauen Verhältnis von 25%.

Folgende Währungen befinden sich in diesem Währungskorb:

  • US-Dollar,
  • Britisches Pfund,
  • Japanischer Yen
  • Schweizer Franke.

Vorteile für den Handel des Währungspaares EUR/ZAR

Der Grund für den weniger starken Handel liegt im Volumen, der mäßigen Volatilität und den höheren Spreads zugrunde. Diese Eigenschaften sind auch in anderen Exotic-Währungspaaren der Grund dafür, dass die Popularität dieser Währungspaare in Zukunft zwar steigen wird, aber niemals eine große Rolle im Verhältnis zu den Major-Währungspaaren spielen wird.

Warum handelt man EUR/ZAR?

Hier sind 5 Gründe warum eine Vielzahl von Tradern täglich den Euro gegen den Südafrikanischen Rand handelt:

Merkmal
Beschreibung
Volatilität
EUR/ZAR ist bekannt für größere Preisranges. Das kommt von den vielen täglichen News aus Europa und Südafrika. Beide Währungen sind allgemein sehr bekannt für viel Nervosität. Genau aus diesem Grund hat man auch große spontane Ausbrüche in solchen Crosses.
Verfügbarkeit von Ressourcen
Dieser Grund trifft nicht nur auf den Euro oder den Südafrikanischen Rand zu, sondern auf alle Währungspaare, wenn nicht sogar auf alle Märkte. In der heutigen Zeit gibt es kaum noch etwas was es nicht gibt. Tausende professionelle Tools zur Auswertung von Charts und Chartmustern, unzählige Newsanbieter, welche alle Wirtschaftsdaten in Echtzeit zur Verfügung stellen, sodass man auch als kleiner Privathändler immer auf dem neuesten Stand ist. Die Analyse und Auswertung von Märkten ist so leicht ist wie noch nie zuvor.
Einzelbewegung
Das Währungspaar EUR/ZAR ist bekannt dafür in nur einer Kerze viele Pips zurückzulegen. Deshalb liegen hier auch die Chancen in Range- Breakouts oder im Trendfolgehandel erstaunlich schnell hohe Gewinne einzusammeln. Natürlich ist dementsprechend auch das Risiko höher und man sollte sein Risikomanagement im Griff haben.
Marktanteil
Die Kopplung der Währungen EUR/ZAR nimmt am gesamten Forexmarkt nur einen kleinen Anteil ein. Das tägliche Volumen beläuft sich auf eine eher weniger messbare Größe, wird aber im hohen Millionenbereich täglich liegen.
Sicherheit
Europa, genau wie Südafrika sind zwei der modernsten Volkswirtschaften der Welt, dementsprechend gibt es auch eine Vielzahl von Daten- und Preisinformationen.

Nachteile für den Handel von Euro/Südafrikanidcher Rand

Merkmal
Beschreibung
Bewegung
Das Währungspaar Euro/Südafrikanischer Rand reagiert ziemlich stark auf Wirtschaftsnews aus den beiden Destinationen und hat ein sehr hohes Handelsvolumen. Diese beiden Eigenschaften bringen spontane, schnelle und starke Bewegungen bei Daten, die abweichend von der Erwartungshaltung sind. Das kann bei Unachtsamkeit zu schweren Verlusten führen. Man sollte in diesem Markt stark auf sein Risikomanagement achten.
Mehrdeutigkeit
Durch die Nervosität in diesem Markt kommt es im Währungspaar EUR/ZAR oft zu sogenannten Fakeouts. Es wird ein Breakout nach Regelwerk angedeutet, aber es passiert genau das Gegenteil. Genau aus diesem Grund sollten Anfänger in diesem Markt erst einmal auf Demo-Konten zurückgreifen.
Automation
Dieser Punkt betrifft nicht nur das Währungspaar EUR/ZAR, aber hier potenziert sich dieser Effekt. Automatisierte Handelssysteme (Expert Advisor) machen Märkte zusätzlich volatil und erhöhen deutlich die Handelsaktivität. Dies macht sich in starken spontanen Bewegungen bemerkbar.
Wenn man diese Vor- und Nachteile kennt, kann man sich bei ausführlicher Recherche in diesem Markt tolle und kontinuierliche Gewinne abholen.

Wichtige Wirtschaftsdaten im EUR/ZAR

Hier noch eine Liste mit den Wirtschaftsindikatoren, welche in diesem Paar starke Schwankungen auslösen und damit immer in die Analyse einbezogen werden sollten.

  • Erzeugerpreisindex (EPI)
  • Handelsbilanz
  • Einkaufsmanagerindex (EMI)
  • Einzelhandelsumsätze
  • Industrieproduktion
  • South African Reserve Bank Sitzungen
  • Europäische Zentralbank Sitzungen (EZB)
  • Verbrauchervertrauen
  • Zinsentscheide
  • Arbeitsmarktdaten

Langzeitanalyse für das Währungspaar EUR/ZAR

Das Währungspaar Euro/Südafrikanischer Rand weist die letzten 15 Jahre einen klaren Aufwärtstrend auf. Korrekturphasen sind zwar vorhanden, jedoch werden immer wieder höhere Tiefs gebildet und damit der Aufwärtstrend bestätigt.

Im Jahr 2006 startete dieser Trend an seinem Allzeittief bei ca 7,30 Rand je Euro. Seitdem konnte ein Anstieg von über 130% verzeichnet werden. Das Allzeithoch wurde nach einer starken Bewegung im Januar 2016 gebildet, bei einem Kurs von 18,89 Rand je Euro.

Für eine langfristige Position bleibt hier abzuwarten, ob erneuter Angriff auf dieses Allzeithoch kommt oder wir hier nachhaltig nach unten ausbrechen und damit sogar die Chance auf eine stärkere Korrektur besteht.

Historisches zur Währung Euro

Am 01. Juli 1990 wurde der freie Kapitalverkehr zwischen den EG Staaten hergestellt, was den ersten Schritt einer Währungsunion darstellte. Die rechtliche Grundlage für weitere Umsetzungen bot der 1992 aufgelegte Vertrag von Maastricht.

Am 01. Januar 1994 ging es dann weiter mit der Gründung des Europäischen Währungsinstituts (EWI). Diese Institution war der Vorgänger der heutigen Europäischen Zentralbank (EZB). Ab diesem Zeitpunkt stand die Richtung fest und man begann die Haushaltslage der Mitgliedsstaaten zu prüfen.

Am 01. Januar 1999 war es dann fast 9 Jahre später soweit. An diesem Tag wurde die Europäische Zentralbank gegründet und man legte nun die Wechselkurse jedes Landes zum Euro fest.

Diese Wechselkurse nennt man auch Währungsparitäten.

An den Kursen konnte nichts mehr verändert werden. Für alle teilnehmenden Staaten waren diese Wechselkurse fest und unverrückbar.

Hier eine Übersicht, wie sich die Gemeinschaftswährung verbreitet hat:

  • 1999: Belgien, Frankreich, Deutschland, Finnland, Irland, Niederlande, Östereich, Italien, Luxemburg, Portugal, Monaco, San Marino, Spanien und Vatikanstadt
  • 2001: Griechenland
  • 2007: Slowenien
  • 2008: Malta und Zypern
  • 2009: Slowakei
  • 2011: Estland
  • 2014: Lettland und Andorra
  • 2015: Litauen

Mit der Einführung des Euros wurde auch die Preisdarstellung an den Börsen geändert.

In Deutschland war das die Notierung USD/DEM und wurde auf das heute am meisten gehandelte Währungspaar EUR/USD geändert. Dieses Währungspaar beinhaltete alle Teilnehmerstaaten.

Alle Währungspaare in den alten Währungen sind entfernt wurden.

Mit der Einführung des Euros wurde auch die Preisdarstellung an den Börsen geändert.

In Deutschland war das die Notierung USD/DEM und wurde auf das heute am meisten gehandelte Währungspaar EUR/USD geändert. Dieses Währungspaar hat alle Teilnehmerstaaten beinhaltet.

Alle Währungspaare in den alten Währungen sind entfernt wurden. 

Historisches zur Währung Südafrikanischer Rand

Der Rand als Währung war bis 1993 auch die Währung von Namibia und Südwestafrikas. Namibia hat dann den Namibia-Dollar eingeführt, welcher im gleichen Verhältnis an den Rand gekoppelt ist. 1 Rand entspricht im Dezimalsystem 100 Cent.
1961 ersetzte der Südafrikanische Rand das Südafrikanische Pfund.
Südafrika hat mit den Nachbarstaaten Swasiland und Lesotho eine Währungsunion, welche den Südafrikanischen Rand als Zweitwährung in den Ländern akzeptierte.

Die Währungen stehen alle im Verhältnis von 1:1.
Den höchsten Wechselkurs zum US-Dollar hatte der Südafrikanische Rand am 05. Juni 1973. Ein Rand war 1,49992 US-Dollar wert.
Die Stärke des Rand gegenüber dem US-Dollar hielt bis 1982 an. 2001 war dann der Tiefpunkt erreicht für den Südafrikanischen Rand. Der Wechselkurs war 13,84 Südafrikanische Rand für einen US-Dollar.

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