Euro – Singapur Dollar – EUR/SGD

Bedeutung des Währungspaares EUR/SGD

Das Währungspaar Euro/Singapur-Dollar oder auch kurz EUR/SGD ist, wie es sich selbst schon darstellt, das Kreuz für die Währungen der Europäischen Union und Singapur.

Angezeigt wird in diesem Währungspaar, wie viel Singapur-Dollar man für einen Euro bekommt. Die Währung Euro ist hierbei die Basiswährung und der Singapur-Dollar die Kurswährung oder auch Notierungswährung.

Wenn nun also der Kurs des Währungspaares EUR/SGD  bei 1,50 liegt, dann bekommt man für einen Euro genau 1,50 Singapur-Dollar. 

Kategorie des Währungspaares EUR/SGD

Das Währungspaar EUR/SGD gehört im Devisenmarkt (Forexmarkt) zu den sogenannten Exotic-Währungspaaren.
Den Exotic-Währungspaaren kann man keinen genaueren Marktanteil nachweisen, aber als Cross Währungspaare sollte man beim Handel sehr vorsichtig sein.

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Messgrößen für das Währungspaar EUR/SGD

Wenn man die Stärke der beiden Währungen messen möchte, dann kann man sich hierfür den Euro Currency Index (EURO) zur Hilfe nehmen.

Der Euro Currency Index ist eine Kennzahl für den Wert des Euros gegenüber anderen Währungen. Man wichtet hierbei den Euro gegen einen Korb von 4 Währungen im genauen Verhältnis von 25%.

Folgende Währungen befinden sich in diesem Währungskorb:

  • US-Dollar,
  • Britisches Pfund,
  • Japanischer Yen
  • Schweizer Franke.

Vorteile für den Handel des Währungspaares EUR/SGD

Der Grund für den weniger starken Handel liegt im Volumen, der mäßigen Volatilität und den höheren Spreads zugrunde. Diese Eigenschaften sind auch in anderen Exotic-Währungspaaren der Grund dafür, dass die Popularität dieser Währungspaare in Zukunft zwar steigen wird, aber niemals eine große Rolle im Verhältnis zu den Major-Währungspaaren spielen wird.

Warum handelt man EUR/SGD?

Hier sind 5 Gründe warum eine Vielzahl von Tradern täglich den Euro gegen den Singapur-Dollar handelt:

Merkmal
Beschreibung
Volatilität
EUR/SGD ist bekannt für größere Preisranges. Das kommt von den vielen täglichen News aus Europa und Singapur. Beide Währungen sind allgemein sehr bekannt für viel Nervosität. Genau aus diesem Grund hat man auch große spontane Ausbrüche in solchen Crosses.
Verfügbarkeit von Ressourcen
Dieser Grund trifft nicht nur auf den Euro oder den Singapur Dollar zu, sondern auf alle Währungspaare, wenn nicht sogar auf alle Märkte. In der heutigen Zeit gibt es kaum noch etwas was es nicht gibt. Tausende professionelle Tools zur Auswertung von Charts und Chartmustern, unzählige Newsanbieter, welche alle Wirtschaftsdaten in Echtzeit zur Verfügung stellen, sodass man auch als kleiner Privathändler immer auf dem neuesten Stand ist. Die Analyse und Auswertung von Märkten ist so leicht ist wie noch nie zuvor.
Einzelbewegung
Das Währungspaar EUR/SGD ist bekannt dafür in nur einer Kerze viele Pips zurückzulegen. Deshalb liegen hier auch die Chancen in Range- Breakouts oder im Trendfolgehandel erstaunlich schnell hohe Gewinne einzusammeln. Natürlich ist dementsprechend auch das Risiko höher und man sollte sein Risikomanagement im Griff haben.
Marktanteil
Die Kopplung der Währungen EUR/SGD nimmt am gesamten Forexmarkt nur einen kleinen Anteil ein. Das tägliche Volumen beläuft sich auf eine eher weniger messbare Größe, wird aber im hohen Millionenbereich täglich liegen.
Sicherheit
Europa, genau wie Singapur sind zwei der modernsten Volkswirtschaften der Welt, dementsprechend gibt es auch eine Vielzahl von Daten- und Preisinformationen.

Nachteile für den Handel von Euro/Singapur-Dollar

Merkmal
Beschreibung
Bewegung
Das Währungspaar Euro/Singapur Dollar reagiert ziemlich stark auf Wirtschaftsnews aus den beiden Destinationen und hat ein sehr hohes Handelsvolumen. Diese beiden Eigenschaften bringen spontane, schnelle und starke Bewegungen bei Daten, die abweichend von der Erwartungshaltung sind. Das kann bei Unachtsamkeit zu schweren Verlusten führen. Man sollte in diesem Markt stark auf sein Risikomanagement achten.
Mehrdeutigkeit
Durch die Nervosität in diesem Markt kommt es im Währungspaar EUR/SGD oft zu sogenannten Fakeouts. Es wird ein Breakout nach Regelwerk angedeutet, aber es passiert genau das Gegenteil. Genau aus diesem Grund sollten Anfänger in diesem Markt erst einmal auf Demo-Konten zurückgreifen.
Automation
Dieser Punkt betrifft nicht nur das Währungspaar EUR/SGD, aber hier potenziert sich dieser Effekt. Automatisierte Handelssysteme (Expert Advisor) machen Märkte zusätzlich volatil und erhöhen deutlich die Handelsaktivität. Dies macht sich in starken spontanen Bewegungen bemerkbar.

Wenn man diese Vor- und Nachteile kennt, kann man sich bei ausführlicher Recherche in diesem Markt tolle und kontinuierliche Gewinne abholen.

Wichtige Wirtschaftsdaten im Währungspaar EUR/SGD

Hier noch eine Liste mit den Wirtschaftsindikatoren, welche in diesem Paar starke Schwankungen auslösen und damit immer in die Analyse einbezogen werden sollten.

  • Erzeugerpreisindex (EPI)
  • Handelsbilanz
  • Einkaufsmanagerindex (EMI)
  • Einzelhandelsumsätze
  • Industrieproduktion
  • Monetary Authority of Singapore Sitzungen
  • Europäische Zentralbank Sitzungen (EZB)
  • Verbrauchervertrauen
  • Zinsentscheide
  • Arbeitsmarktdaten 

Langzeitanalyse für das Währungspaar EUR/SGD

Der Kurs des Währungspaares Euro/Singapur-Dollar ist die letzten 15 Jahre ein einziger Abwärtstrend. Der Euro wird immer schwächer gegenüber dem Singapur-Dollar.

Das Allzeithoch wurde 2004 ausgebildet, bei einem Kurs von 2,22 Singapur-Dollar je Euro. Im Jahr 2008 kam es dann zum letzten Versuch von Käufern dieses Hoch und damit den sich gebildeten Widerstand erneut anzugreifen. Verkäufer konnten diese Marke jedoch verteidigen und wir sind in den sehr lang anhaltenden Abwärtstrend gefallen.

Seit 2004 verlor der Euro knapp 35% gegenüber dem Singapur-Dollar. 2015 bildete sich dann das Allzeittief bei einem Kurs von 1,55 Singapur-Dollar je Euro. Von 2016 bis heute läuft das Währungspaar in einer Seitwärtsphase. Es bleibt nun abzuwarten, ob genug Käufer in den Markt kommen, um aus dieser Phase nach oben auszubrechen oder ob sich der Abwärtstrend fortsetzt. Erste Zeichen dafür wären ein erneuter Anlauf des Allzeittiefs.

Historisches zur Währung Euro

Am 01. Juli 1990 wurde der freie Kapitalverkehr zwischen den EG Staaten hergestellt, was den ersten Schritt einer Währungsunion darstellte. Die rechtliche Grundlage für weitere Umsetzungen bot der 1992 aufgelegte Vertrag von Maastricht.

Am 01. Januar 1994 ging es dann weiter mit der Gründung des Europäischen Währungsinstituts (EWI). Diese Institution war der Vorgänger der heutigen Europäischen Zentralbank (EZB). Ab diesem Zeitpunkt stand die Richtung fest und man begann die Haushaltslage der Mitgliedsstaaten zu prüfen.

Am 01. Januar 1999 war es dann fast 9 Jahre später soweit. An diesem Tag wurde die Europäische Zentralbank gegründet und man legte nun die Wechselkurse jedes Landes zum Euro fest.

Diese Wechselkurse nennt man auch Währungsparitäten.

An den Kursen konnte nichts mehr verändert werden. Für alle teilnehmenden Staaten waren diese Wechselkurse fest und unverrückbar.

Hier eine Übersicht, wie sich die Gemeinschaftswährung verbreitet hat:

  • 1999: Belgien, Frankreich, Deutschland, Finnland, Irland, Niederlande, Östereich, Italien, Luxemburg, Portugal, Monaco, San Marino, Spanien und Vatikanstadt
  • 2001: Griechenland
  • 2007: Slowenien
  • 2008: Malta und Zypern
  • 2009: Slowakei
  • 2011: Estland
  • 2014: Lettland und Andorra
  • 2015: Litauen

Mit der Einführung des Euros wurde auch die Preisdarstellung an den Börsen geändert.

In Deutschland war das die Notierung USD/DEM und wurde auf das heute am meisten gehandelte Währungspaar EUR/USD geändert. Dieses Währungspaar beinhaltete alle Teilnehmerstaaten.

Alle Währungspaare in den alten Währungen sind entfernt wurden.

Mit der Einführung des Euros wurde auch die Preisdarstellung an den Börsen geändert.

In Deutschland war das die Notierung USD/DEM und wurde auf das heute am meisten gehandelte Währungspaar EUR/USD geändert. Dieses Währungspaar hat alle Teilnehmerstaaten beinhaltet.

Alle Währungspaare in den alten Währungen sind entfernt wurden. 

Historisches zur Währung Singapur Dollar

Singapur wurde 1965 aus der Föderation Malaysia ausgeschlossen, aber es bestand 2 Jahre weiterhin eine Währungsunion, in dieser auch Brunei war. Diese Währungsunion wurde weitere 2 Jahre später aufgelöst, weil man sich über wichtige Punkte nicht einigen konnte.
Einige Unstimmigkeiten waren das Ausmaß der Eigenständigkeit und Sitz der Zentralbank. Durch die Bindung der Währungen der 3 Länder an das Britische Pfund, war es trotzdem möglich, mit jeder Währung in jedem der 3 Länder zu bezahlen. Das ganze fiel nach der Abschaffung der Golddeckung von dem US-Dollar weg.
Heute ist die Austauschbarkeit nur noch zwischen Brunei und Singapur gegeben.
Singapur schafft nach und nach die Papier-Banknoten ab und nutzt für die modernen Banknoten ein Polymer. Es gibt von 2 Dollar bis 10.000 Dollar 7 verschiedene Banknoten.

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