Euro – Schwedische Krone – EUR/SEK

Bedeutung des Währungspaares EUR/SEK

Das Währungspaar Euro/Schwedische Krone oder auch kurz EUR/SEK ist, wie es sich selbst schon darstellt, das Kreuz für die Währungen der Europäischen Union und Schweden.

Angezeigt wird in diesem Währungspaar, wie viel Schwedische Kronen man für einen Euro bekommt. Die Währung Euro ist hierbei die Basiswährung und die Schwedische Krone die Kurswährung oder auch Notierungswährung genannt.

Wenn nun also der Kurs des Währungspaares EUR/SEK  bei 1,50 liegt, dann bekommt man für einen Euro genau 1,50 Schwedische Kronen.

Kategorie des Währungspaares EUR/SEK

Das Währungspaar EUR/SEK gehört im Devisenmarkt (Forexmarkt) zu den sogenannten Exotic-Währungspaaren.
Den Exotic-Währungspaaren kann man keinen genaueren Marktanteil nachweisen, aber als Cross Währungspaare sollte man beim Handel sehr vorsichtig sein.

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Messgrößen für das Währungspaar EUR/SEK

Wenn man die Stärke der beiden Währungen messen möchte, dann kann man sich hierfür den Euro Currency Index (EURO) zur Hilfe nehmen.

Der Euro Currency Index ist eine Kennzahl für den Wert des Euros gegenüber anderen Währungen. Man wichtet hierbei den Euro gegen einen Korb von 4 Währungen im genauen Verhältnis von 25%.

Folgende Währungen befinden sich in diesem Währungskorb:

  • US-Dollar,
  • Britisches Pfund,
  • Japanischer Yen
  • Schweizer Franke.

Vorteile für den Handel des Währungspaares EUR/SEK

Der Grund für den weniger starken Handel liegt im Volumen, der mäßigen Volatilität und den höheren Spreads zugrunde. Diese Eigenschaften sind auch in anderen Exotic-Währungspaaren der Grund dafür, dass die Popularität dieser Währungspaare in Zukunft zwar steigen wird, aber niemals eine große Rolle im Verhältnis zu den Major-Währungspaaren spielen wird.

Warum handelt man EUR/SEK?

Hier sind 5 Gründe warum eine Vielzahl von Tradern täglich den Euro gegen die Schwedische Krone handelt:

Merkmal
Beschreibung
Volatilität
EUR/SEK ist bekannt für größere Preisranges. Das kommt von den vielen täglichen News aus Europa und Schweden. Beide Währungen sind allgemein sehr bekannt für viel Nervosität. Genau aus diesem Grund hat man auch große spontane Ausbrüche in solchen Crosses.
Verfügbarkeit von Ressourcen
Dieser Grund trifft nicht nur auf den Euro oder die Schwedische Krone zu, sondern auf alle Währungspaare, wenn nicht sogar auf alle Märkte. In der heutigen Zeit gibt es kaum noch etwas was es nicht gibt. Tausende professionelle Tools zur Auswertung von Charts und Chartmustern, unzählige Newsanbieter, welche alle Wirtschaftsdaten in Echtzeit zur Verfügung stellen, sodass man auch als kleiner Privathändler immer auf dem neuesten Stand ist. Die Analyse und Auswertung von Märkten ist so leicht ist wie noch nie zuvor.
Einzelbewegung
Das Währungspaar EUR/SEK ist bekannt dafür in nur einer Kerze viele Pips zurückzulegen. Deshalb liegen hier auch die Chancen in Range- Breakouts oder im Trendfolgehandel erstaunlich schnell hohe Gewinne einzusammeln. Natürlich ist dementsprechend auch das Risiko höher und man sollte sein Risikomanagement im Griff haben.
Marktanteil
Die Kopplung der Währungen EUR/SEK nimmt am gesamten Forexmarkt nur einen kleinen Anteil ein. Das tägliche Volumen beläuft sich auf eine eher weniger messbare Größe, wird aber im hohen Millionenbereich täglich liegen.
Sicherheit
Europa, genau wie Schweden sind zwei der modernsten Volkswirtschaften der Welt, dementsprechend gibt es auch eine Vielzahl von Daten- und Preisinformationen.

Nachteile für den Handel von Euro/Schwedische Krone

Merkmal
Beschreibung
Bewegung
Das Währungspaar Euro/Schwedische Krone reagiert ziemlich stark auf Wirtschaftsnews aus den beiden Destinationen und hat ein sehr hohes Handelsvolumen. Diese beiden Eigenschaften bringen spontane, schnelle und starke Bewegungen bei Daten, die abweichend von der Erwartungshaltung sind. Das kann bei Unachtsamkeit zu schweren Verlusten führen. Man sollte in diesem Markt stark auf sein Risikomanagement achten.
Mehrdeutigkeit
Durch die Nervosität in diesem Markt kommt es im Währungspaar EUR/SEK oft zu sogenannten Fakeouts. Es wird ein Breakout nach Regelwerk angedeutet, aber es passiert genau das Gegenteil. Genau aus diesem Grund sollten Anfänger in diesem Markt erst einmal auf Demo-Konten zurückgreifen.
Automation
Dieser Punkt betrifft nicht nur das Währungspaar EUR/SEK, aber hier potenziert sich dieser Effekt. Automatisierte Handelssysteme (Expert Advisor) machen Märkte zusätzlich volatil und erhöhen deutlich die Handelsaktivität. Dies macht sich in starken spontanen Bewegungen bemerkbar.
Wenn man diese Vor- und Nachteile kennt, kann man sich bei ausführlicher Recherche in diesem Markt tolle und kontinuierliche Gewinne abholen.

Wichtige Wirtschaftsdaten im Währungspaar EUR/SEK

Hier noch eine Liste mit den Wirtschaftsindikatoren, welche in diesem Paar starke Schwankungen auslösen und damit immer in die Analyse einbezogen werden sollten.

  • Erzeugerpreisindex (EPI)
  • Handelsbilanz
  • Einkaufsmanagerindex (EMI)
  • Einzelhandelsumsätze
  • Industrieproduktion
  • Schwedische Reichsbank Sitzungen
  • Europäische Zentralbank Sitzungen (EZB)
  • Verbrauchervertrauen
  • Zinsentscheide
  • Arbeitsmarktdaten 

Langzeitanalyse für das Währungspaar EUR/SEK

Das Währungspaar Euro gehandelt gegen die Schwedische Krone hat langfristig einen eher ruhigen Kursverlauf. Von 2002 bis 2009 bewegte sich das Währungspaar in einer sehr engen Seitwärtsphase, welche oben bei einer Marke von 9,40 Schwedische Kronen je Euro begrenzt war und eine untere Begrenzung, bei einem Kurs von ca 8,90 Schwedische Kronen je Euro hatte.

Ende 2009, Anfang 2010 gab es dann einen starken Ausbruch nach oben, welcher das aktuell aktive Allzeithoch gebildet hat. Der Kurs des Allzeithochs liegt bei 11,78 Schwedische Kronen je Euro. Die darauf folgende Korrekturbewegung entwickelte sich schnell zu einem starken Abwärtstrend.

Das Ende des Abwärtstrends bildet die Marke von 8,30, das aktive Allzeittief. Seit 2013 befindet sich das Währungspaar EUR/SEK in einem geordneten Aufwärtstrend. Es bleibt hier langfristig abzuwarten, ob dieser Trend nachhaltig nach unten gebrochen wird oder die Käufer bis zum Neuangriff auf das Allzeithoch aktiv bleiben.

Historisches zur Währung Euro

Am 01. Juli 1990 wurde der freie Kapitalverkehr zwischen den EG Staaten hergestellt, was den ersten Schritt einer Währungsunion darstellte. Die rechtliche Grundlage für weitere Umsetzungen bot der 1992 aufgelegte Vertrag von Maastricht.

Am 01. Januar 1994 ging es dann weiter mit der Gründung des Europäischen Währungsinstituts (EWI). Diese Institution war der Vorgänger der heutigen Europäischen Zentralbank (EZB). Ab diesem Zeitpunkt stand die Richtung fest und man begann die Haushaltslage der Mitgliedsstaaten zu prüfen.

Am 01. Januar 1999 war es dann fast 9 Jahre später soweit. An diesem Tag wurde die Europäische Zentralbank gegründet und man legte nun die Wechselkurse jedes Landes zum Euro fest.

Diese Wechselkurse nennt man auch Währungsparitäten.

An den Kursen konnte nichts mehr verändert werden. Für alle teilnehmenden Staaten waren diese Wechselkurse fest und unverrückbar.

Hier eine Übersicht, wie sich die Gemeinschaftswährung verbreitet hat:

  • 1999: Belgien, Frankreich, Deutschland, Finnland, Irland, Niederlande, Östereich, Italien, Luxemburg, Portugal, Monaco, San Marino, Spanien und Vatikanstadt
  • 2001: Griechenland
  • 2007: Slowenien
  • 2008: Malta und Zypern
  • 2009: Slowakei
  • 2011: Estland
  • 2014: Lettland und Andorra
  • 2015: Litauen

Mit der Einführung des Euros wurde auch die Preisdarstellung an den Börsen geändert.

In Deutschland war das die Notierung USD/DEM und wurde auf das heute am meisten gehandelte Währungspaar EUR/USD geändert. Dieses Währungspaar beinhaltete alle Teilnehmerstaaten.

Alle Währungspaare in den alten Währungen sind entfernt wurden.

Mit der Einführung des Euros wurde auch die Preisdarstellung an den Börsen geändert.

In Deutschland war das die Notierung USD/DEM und wurde auf das heute am meisten gehandelte Währungspaar EUR/USD geändert. Dieses Währungspaar hat alle Teilnehmerstaaten beinhaltet.

Alle Währungspaare in den alten Währungen sind entfernt wurden. 

Historisches zur Währung Schwedische Krone

Die Schwedische Krone in ihrer ersten Form wurde 1873 eingeführt und war zur damaligen Zeit in Dänemark, Island und auch Norwegen offizielles und geduldetes Zahlungsmittel.
1924 kam dann die eigenständige Schwedische Krone.
Die Geschichte der Währungspolitik in Schweden geht weit zurück.
1534 wurde der Taler eingeführt, welcher 70 Jahre später in den sogenannten Reichstaler umbenannt wurde.
Von 1873 -1877 bildete sich dann die skandinavische Währungsunion. Zuerst schlossen sich nur Schweden und Dänemark zusammen, später kam dann auch Norwegen hinzu.
Der erste Weltkrieg trieb die Werte der Währungen soweit auseinander, dass man 1924 die Währungsunion wieder auflöste.
Heute ist Schweden Mitglied der europäischen Union und muss damit, sobald die Kriterien erfüllt sind, den Euro als offizielle Währung annehmen. Aktuell ist das noch nicht der Fall und ein Volksentscheid aus dem Jahr 2003 brachte das Ergebnis, dass 56% der Schweden gegen die Einführung des Euros sind.

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