Euro – Polnischer Zloty – EUR/PLN

Bedeutung des Währungspaares EUR/PLN

Das Währungspaar Euro/Polnischer Zloty oder auch kurz EUR/PLN ist, wie es sich selbst schon darstellt, das Kreuz für die Währungen der Europäischen Union und Polen.

Angezeigt wird in diesem Währungspaar, wie viel Polnische Zloty man für einen Euro bekommt. Die Währung Euro ist hierbei die Basiswährung und der Polnische Zloty die Kurswährung oder auch Notierungswährung genannt.

Wenn nun also der Kurs des Währungspaares EUR/PLN  bei 1,50 liegt, dann bekommt man für einen Euro genau 1,50 Polnische Zloty.

Kategorie des Währungspaares EUR/PLN

Das Währungspaar EUR/PLN gehört im Devisenmarkt (Forexmarkt) zu den sogenannten Exotic-Währungspaaren.
Den Exotic-Währungspaaren kann man keinen genaueren Marktanteil nachweisen, aber als Cross Währungspaare sollte man beim Handel sehr vorsichtig sein.

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Messgrößen für das Währungspaar EUR/PLN

Der Euro Currency Index ist eine Kennzahl für den Wert des Euros gegenüber anderen Währungen. Man wichtet hierbei den Euro gegen einen Korb von 4 Währungen im genauen Verhältnis von 25%.

Folgende Währungen befinden sich in diesem Währungskorb:

  • US-Dollar,
  • Britisches Pfund,
  • Japanischer Yen
  • Schweizer Franke.

Vorteile für den Handel des Währungspaares EUR/PLN

Der Grund für den weniger starken Handel liegt im Volumen, der mäßigen Volatilität und den höheren Spreads zugrunde. Diese Eigenschaften sind auch in anderen Exotic-Währungspaaren der Grund dafür, dass die Popularität dieser Währungspaare in Zukunft zwar steigen wird, aber niemals eine große Rolle im Verhältnis zu den Major-Währungspaaren spielen wird.

Warum handelt man EUR/PLN?

Hier sind 5 Gründe warum eine Vielzahl von Tradern täglich den Euro gegen den Polnischen Zloty handelt:

Merkmal
Beschreibung
Volatilität
EUR/PLN ist bekannt für größere Preisranges. Das kommt von den vielen täglichen News aus Europa und Polen. Beide Währungen sind allgemein sehr bekannt für viel Nervosität. Genau aus diesem Grund hat man auch große spontane Ausbrüche in solchen Crosses.
Verfügbarkeit von Ressourcen
Dieser Grund trifft nicht nur auf den Euro oder den Polnischen Zloty zu, sondern auf alle Währungspaare, wenn nicht sogar auf alle Märkte. In der heutigen Zeit gibt es kaum noch etwas was es nicht gibt. Tausende professionelle Tools zur Auswertung von Charts und Chartmustern, unzählige Newsanbieter, welche alle Wirtschaftsdaten in Echtzeit zur Verfügung stellen, sodass man auch als kleiner Privathändler immer auf dem neuesten Stand ist. Die Analyse und Auswertung von Märkten ist so leicht ist wie noch nie zuvor.
Einzelbewegung
Das Währungspaar EUR/PLN ist bekannt dafür in nur einer Kerze viele Pips zurückzulegen. Deshalb liegen hier auch die Chancen in Range- Breakouts oder im Trendfolgehandel erstaunlich schnell hohe Gewinne einzusammeln. Natürlich ist dementsprechend auch das Risiko höher und man sollte sein Risikomanagement im Griff haben.
Marktanteil
Die Kopplung der Währungen EUR/PLN nimmt am gesamten Forexmarkt nur einen kleinen Anteil ein. Das tägliche Volumen beläuft sich auf eine eher weniger messbare Größe, wird aber im hohen Millionenbereich täglich liegen.
Sicherheit
Europa, genau wie Polen selbst sind zwei der modernsten Volkswirtschaften der Welt, dementsprechend gibt es auch eine Vielzahl von Daten- und Preisinformationen.

Nachteile für den Handel im Euro/Polnischen Zloty

Merkmal
Beschreibung
Bewegung
Das Währungspaar Euro/Polnischer Zloty reagiert ziemlich stark auf Wirtschaftsnews aus den beiden Destinationen und hat ein sehr hohes Handelsvolumen. Diese beiden Eigenschaften bringen spontane, schnelle und starke Bewegungen bei Daten, die abweichend von der Erwartungshaltung sind. Das kann bei Unachtsamkeit zu schweren Verlusten führen. Man sollte in diesem Markt stark auf sein Risikomanagement achten.
Mehrdeutigkeit
Durch die Nervosität in diesem Markt kommt es im Währungspaar EUR/PLN oft zu sogenannten Fakeouts. Es wird ein Breakout nach Regelwerk angedeutet, aber es passiert genau das Gegenteil. Genau aus diesem Grund sollten Anfänger in diesem Markt erst einmal auf Demo-Konten zurückgreifen.
Automation
Dieser Punkt betrifft nicht nur das Währungspaar EUR/PLN, aber hier potenziert sich dieser Effekt. Automatisierte Handelssysteme (Expert Advisor) machen Märkte zusätzlich volatil und erhöhen deutlich die Handelsaktivität. Dies macht sich in starken spontanen Bewegungen bemerkbar.
Wenn man diese Vor- und Nachteile kennt, kann man sich bei ausführlicher Recherche in diesem Markt tolle und kontinuierliche Gewinne abholen.

Wichtige Wirtschaftsdaten im Währungspaar EUR/PLN

Hier noch eine Liste mit den Wirtschaftsindikatoren, welche in diesem Paar starke Schwankungen auslösen und damit immer in die Analyse einbezogen werden sollten.

  • Erzeugerpreisindex (EPI)
  • Handelsbilanz
  • Einkaufsmanagerindex (EMI)
  • Einzelhandelsumsätze
  • Industrieproduktion
  • Narodowy Bank Polski Sitzungen
  • Europäische Zentralbank Sitzungen (EZB)
  • Verbrauchervertrauen
  • Zinsentscheide
  • Arbeitsmarktdaten

Langzeitanalyse für das Währungspaar EUR/PLN

Die Kopplung aus Euro und Polnischem Zloty läuft seit gut 15 Jahren in einer Seitwärtsphase mit abschwächenden Wellen. Nach Schwankungen im Bereich von ca 30 Prozent in den Jahren 2002 bis 2010, liegt jetzt die Schwankungsbreite in den letzten 10 Jahren bei 10%-13%.

Für einen Einstieg bleibt hier also abzuwarten in welche Richtung die Seitwärtsphase nachhaltig gebrochen wird. Das aktuell aktive Allzeit-Tief liegt bei einem Kurs von 3,21 Polnische Zloty je Euro. Das aktive Allzeit-Hoch befindet sich bei einem Kurs von 4,80 Polnische Zloty je Euro.

Historisches zur Währung Euro

Am 01. Juli 1990 wurde der freie Kapitalverkehr zwischen den EG Staaten hergestellt, was den ersten Schritt einer Währungsunion darstellte. Die rechtliche Grundlage für weitere Umsetzungen bot der 1992 aufgelegte Vertrag von Maastricht.

Am 01. Januar 1994 ging es dann weiter mit der Gründung des Europäischen Währungsinstituts (EWI). Diese Institution war der Vorgänger der heutigen Europäischen Zentralbank (EZB). Ab diesem Zeitpunkt stand die Richtung fest und man begann die Haushaltslage der Mitgliedsstaaten zu prüfen.

Am 01. Januar 1999 war es dann fast 9 Jahre später soweit. An diesem Tag wurde die Europäische Zentralbank gegründet und man legte nun die Wechselkurse jedes Landes zum Euro fest.

Diese Wechselkurse nennt man auch Währungsparitäten.

An den Kursen konnte nichts mehr verändert werden. Für alle teilnehmenden Staaten waren diese Wechselkurse fest und unverrückbar.

Hier eine Übersicht, wie sich die Gemeinschaftswährung verbreitet hat:

  • 1999: Belgien, Frankreich, Deutschland, Finnland, Irland, Niederlande, Östereich, Italien, Luxemburg, Portugal, Monaco, San Marino, Spanien und Vatikanstadt
  • 2001: Griechenland
  • 2007: Slowenien
  • 2008: Malta und Zypern
  • 2009: Slowakei
  • 2011: Estland
  • 2014: Lettland und Andorra
  • 2015: Litauen

Mit der Einführung des Euros wurde auch die Preisdarstellung an den Börsen geändert.

In Deutschland war das die Notierung USD/DEM und wurde auf das heute am meisten gehandelte Währungspaar EUR/USD geändert. Dieses Währungspaar beinhaltete alle Teilnehmerstaaten.

Alle Währungspaare in den alten Währungen sind entfernt wurden.

Mit der Einführung des Euros wurde auch die Preisdarstellung an den Börsen geändert.

In Deutschland war das die Notierung USD/DEM und wurde auf das heute am meisten gehandelte Währungspaar EUR/USD geändert. Dieses Währungspaar hat alle Teilnehmerstaaten beinhaltet.

Alle Währungspaare in den alten Währungen sind entfernt wurden. 

Historisches zur Währung Polnischer Zloty

Zloty wird abgeleitet von “zloty” (der Goldene) und “zloto” (Gold). Die Bedeutung ist “die goldene Münze” oder “das goldene Geld”. Die Rückführung ist in Deutschland recht ähnlich wie bei dem Gulden, welcher auch auf Gold zurückgeht.

Eingeführt wurde der Zloty nach dem 1. Weltkrieg. Europa befand sich in einer starken Inflation und man löste die Polnische Mark damit ab. Das gleiche Problem hatte man auch nach dem 2. Weltkrieg. Erst gegen 1990 konnte man der Inflation nachweislich entgegenwirken, weil man über die Polnische Nationalbank und deren monetären Politik einen wirklichen Plan hatte.

Bis 2003 sank die Inflationsrate auf 0,6%. Nach dem Eintritt Polens in die EU hat sich das Land vorerst gegen die Einführung der Gemeinschaftswährung Euro entschieden. Polen wollte bestimmte Kriterien erfüllt sehen und vor allem einen Vorteil für das eigene Land.
Durch die aufgekommene Krise im Euroraum haben die Polen unter Finanzminister Jacek Rostowski verlauten lassen, dass eine Einführung des Euros vorerst nicht geplant sei. Das ist der Stand 2012.

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