Euro – Britisches Pfund – EUR/GBP

Bedeutung des Währungspaares EUR/GBP

Das Währungspaar Euro/Britisches Pfund oder auch kurz EUR/GBP ist, wie es sich selbst schon darstellt, das Kreuz für die Währungen der Europäischen Union und dem Vereinten Königreich(UK) oder auch Großbritanien genannt.

Angezeigt wird in diesem Währungspaar, wie viel Pfund man für einen Euro bekommt. Die Währung Euro ist hierbei die Basiswährung und das Britische Pfund die Kurswährung. Die Kurswährung wird auch als Notierungswährung bezeichnet.
Wenn nun also der Kurs des Währungspaares EUR/GBP bei 1,50 liegt, dann bekommt man für einen Euro genau 1,50 Britische Pfund.

Kategorie des Währungspaares EUR/GBP

Das Währungspaar EUR/GBP gehört im Devisenmarkt (Forexmarkt) zu den sogenannten Minor-Währungspaaren.
Den Minor-Währungspaaren kann man keinen genaueren Marktanteil nachweisen, aber als Cross Währungspaare sollte man beim Handel sehr vorsichtig sein.

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Messgrößen für das Währungspaar EUR/GBP

Wenn man die Stärke der beiden Währungen messen möchte, dann kann man sich hierfür den Euro Currency Index (EURO) zur Hilfe nehmen.
Der Euro Currency Index ist eine Kennzahl für den Wert des Euros. Zur Bestimmung wichtet man den Euro gegen einen Korb von 4 Währungen, im genauen Verhältnis von 25%.
Folgende Währungen befinden sich in diesem Währungskorb:

  • US-Dollar,
  • Britisches Pfund,
  • Japanischer Yen,
  • Schweizer Franke.

Für das Pfund kann man den eher weniger bekannten UK Pound Sterling Index in seine Analyse einbeziehen. Ein anderer Name für diesen Index ist “GBP Price Index” oder “Britisch Pfund Index”.
Es handelt sich bei diesem Asset um einen handelsgewichteten Index. Die Berechnung funktioniert anhand anderer Währungen. Man nutzt als Grundlage die Handelspartner Großbritaniens. Je stärker die Handelsbeziehung mit einer Nation, desto stärker die Währung des Handelspartners gegenüber dem Britischen Pfund.

Vorteile für den Handel im Euro/Britisch Pfund

Der Grund für den weniger starken Handel liegt im Volumen, der mäßigen Volatilität und den höheren Spreads zugrunde. Diese Eigenschaften sind auch in anderen Minor-Währungspaaren der Grund dafür, dass die Popularität dieser Währungspaare in Zukunft zwar steigen wird, aber niemals eine große Rolle im Verhältnis zu den Major-Währungspaaren spielen wird.

Warum handelt man EUR/GBP?

Hier sind 5 Gründe warum eine Vielzahl von Tradern täglich den Euro gegen das Britische Pfund handelt:

Merkmal
Beschreibung
Volatilität
EUR/GBP ist bekannt für größere Preisranges. Das kommt von den vielen täglichen News aus Europa und Großbritanien. Das Britische Pfund ist allgemein sehr bekannt für viel Nervosität. Genau aus diesem Grund hat man auch große spontane Ausbrüche in Pfund-Crosses.
Verfügbarkeit von Ressourcen
Dieser Grund trifft nicht nur auf das Britische Pfund oder den Euro zu, sondern auf alle Währungspaare, wenn nicht sogar auf alle Märkte. In der gegenwärtigen Zeit gibt es Tausende professionelle Tools zur Auswertung von Charts und Chartmustern, unzählige Newsanbieter, welche alle Wirtschaftsdaten in Echtzeit zur Verfügung stellen, sodass man auch als kleiner Privathändler immer auf dem neuesten Stand ist. Die Analyse und Auswertung von Märkten und Charts ist so leicht wie noch nie zuvor.
Einzelbewegung
Das Währungspaar EUR/GBP ist bekannt dafür, in nur einer Kerze, viele Pips zurückzulegen. Deshalb liegen hier auch die Chancen in Range- Breakouts oder im Trendfolgehandel, erstaunlich schnell hohe Gewinne einzusammeln. Natürlich ist dementsprechend auch das Risiko höher und man sollte sein Risikomanagement im Griff haben.
Marktanteil
Das Währungspaar EUR/GBP nimmt am gesamten Forexmarkt nur einen kleinen Anteil ein. Das tägliche Handelsvolumen beläuft sich auf eine eher weniger messbare Größe, wird aber im hohen Millionenbereich täglich liegen.
Sicherheit
Das Vereinigte Königreich ist eine der modernsten Volkswirtschaften der Welt, dementsprechend gibt es auch eine Vielzahl von Daten- und Preisinformationen. Die Londoner Börse soll ca 35% der Devisengeschäfte abwickeln.

Nachteile für den Handel im Euro/Britisch Pfund

Merkmal
Beschreibung
Bewegung
Das Währungspaar Euro/Britisches Pfund reagiert ziemlich stark auf Wirtschaftsnews aus den beiden Destinationen und hat ein sehr hohes Handelsvolumen. Diese beiden Eigenschaften bringen spontane, schnelle und starke Bewegungen bei Wirtschaftsdaten, welche abweichend von der Erwartungshaltung des Marktes sind. Das kann bei Unachtsamkeit zu schweren Verlusten führen. Man sollte in diesem Markt stark auf sein Risikomanagement achten.
Mehrdeutigkeit
Durch die Nervosität in diesem Markt kommt es im EUR/GBP oft zu sogenannten Fakeouts. Es wird ein Breakout nach Regelwerk angedeutet, aber es passiert genau das Gegenteil. Genau aus diesem Grund, sollten Anfänger in diesem Markt erst einmal auf Demo-Konten zurückgreifen.
Automation
Dieser Punkt betrifft nicht nur EUR/GBP, aber hier potenziert sich dieser Effekt. Automatisierte Handelssysteme (Expert Advisor) machen Märkte zusätzlich volatil und erhöhen deutlich die Handelsaktivität in diesem Bereich.
Wenn man diese Vor- und Nachteile kennt, kann man sich bei ausführlicher Recherche in diesem Markt tolle und kontinuierliche Gewinne abholen.

Wichtige Wirtschaftsdaten im EUR/GBP

Hier noch eine Liste mit den Wirtschaftsindikatoren, welche in diesem Paar starke Schwankungen auslösen und damit immer in die Analyse einbezogen werden sollten.

  • Erzeugerpreisindex (EPI)
  • Handelsbilanz
  • Einkaufsmanagerindex (EMI)
  • Einzelhandelsumsätze
  • Industrieproduktion
  • Europäische Zentralbank Sitzungen (EZB)
  • Bank of England Sitzungen (BoE)
  • Verbrauchervertrauen
  • Zinsentscheide
  • Arbeitsmarktdaten

Langzeitanalyse für das Paar Euro/Britisches Pfund

Der Kurs des Währungspaares Euro/Britisches Pfund ist über die letzten 15 Jahre von starken Schwankungen geprägt. Im Jahr 2002 lag der Kurs, zwischen dem Euro und dem Britischen Pfund, bei 0,62 Pfund je Euro.
Dieser Kursstand ist auch bis heute der Allzeit-Tiefstand. Die darauf folgenden 5 Jahre waren von einer Seitwärtsphase geprägt. Die Hoch- und Tiefstände dieser Seitwärts-Range lagen bei 0,65-0,71 EUR/GBP. 2007 und 2008 waren die 2 stärksten Jahre in diesem Währungspaar.
Es gab einen bullishen Trend, welcher in seinem bisher ungeschlagenen Allzeithoch gipfelte. Dieses liegt bei 0,96 Euro je Pfund.

Das war ein Anstieg um ca 40%.
Bis 2015 befand sich dieses Währungspaar in einem bilderbuchartigen Abwärtstrend, welcher die 40% Anstieg aus den Jahren 2007 und 2008 komplett neutralisierte.
Die letzten 2 Jahre befinden wir uns wieder, nach einem Anstieg, in einer Seitwärtsphase und schwanken zwischen 0,85 und 0,92 Euro je Pfund.
Mittelfristig sind wir durch die schwächelnde europäische Wirtschaftsleistung und die Brexit-Belastung, in einem Abwärtstrend.

Historisches zur Währung Euro

Am 01. Juli 1990 wurde der freie Kapitalverkehr zwischen den EG Staaten hergestellt, was den ersten Schritt einer Währungsunion darstellte. Die rechtliche Grundlage für weitere Umsetzungen bot der 1992 aufgelegte Vertrag von Maastricht.

Am 01. Januar 1994 ging es dann weiter mit der Gründung des Europäischen Währungsinstituts (EWI). Diese Institution war der Vorgänger der heutigen Europäischen Zentralbank (EZB). Ab diesem Zeitpunkt stand die Richtung fest und man begann die Haushaltslage der Mitgliedsstaaten zu prüfen.

Am 01. Januar 1999 war es dann fast 9 Jahre später soweit. An diesem Tag wurde die Europäische Zentralbank gegründet und man legte nun die Wechselkurse jedes Landes zum Euro fest.

Diese Wechselkurse nennt man auch Währungsparitäten.

An den Kursen konnte nichts mehr verändert werden. Für alle teilnehmenden Staaten waren diese Wechselkurse fest und unverrückbar.

Hier eine Übersicht, wie sich die Gemeinschaftswährung verbreitet hat:

  • 1999: Belgien, Frankreich, Deutschland, Finnland, Irland, Niederlande, Östereich, Italien, Luxemburg, Portugal, Monaco, San Marino, Spanien und Vatikanstadt
  • 2001: Griechenland
  • 2007: Slowenien
  • 2008: Malta und Zypern
  • 2009: Slowakei
  • 2011: Estland
  • 2014: Lettland und Andorra
  • 2015: Litauen


Mit der Einführung des Euros wurde auch die Preisdarstellung an den Börsen geändert.

In Deutschland war das die Notierung USD/DEM und wurde auf das heute am meisten gehandelte Währungspaar EUR/USD geändert. Dieses Währungspaar beinhaltete alle Teilnehmerstaaten.

Alle Währungspaare in den alten Währungen sind entfernt wurden.

Mit der Einführung des Euros wurde auch die Preisdarstellung an den Börsen geändert.

In Deutschland war das die Notierung USD/DEM und wurde auf das heute am meisten gehandelte Währungspaar EUR/USD geändert. Dieses Währungspaar hat alle Teilnehmerstaaten beinhaltet.

Alle Währungspaare in den alten Währungen sind entfernt wurden. 

Historisches zur Währung Britisches Pfund

Über die Enstehung des Namens Pfund Sterling, gibt es keine klare Ansicht und keinen wirklichen Beweis. Das Pfund als Währung ist über 1200 Jahre alt und damit auch die älteste Währung der Welt. Alles begann mit der Einführung des Silberpennys. Diese wurden das erste mal vom angelsächsischen König Offa von Mercia ausgegeben.
1688 wurde die Bank of England gegründet und damit war die Zeit für das Papiergeld gekommen. Wie auch in den USA diente dieses in erster Linie der Finanzierung des Militärs. Bis 1957 waren alle Pfund Noten einseitig und schwarz-weiß bedruckt. Seit 1957 sind alle Banknoten mehrfarbig und beidseitig bedruckt.

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