Britisches Pfund – US-Dollar – GBP/USD

Bedeutung des Währungspaares GBP/USD

Das Währungspaar Britisches Pfund/US-Dollar oder auch kurz GBP/USD ist, wie es sich selbst schon darstellt, das Kreuz für die Währungen des Vereinten Königreichs (UK) und den Vereinigten Staaten von Amerika.
Angezeigt wird in diesem Währungspaar, wie viel US-Dollar man für ein Britisches Pfund bekommt.
Die Währung Britisches Pfund ist hierbei die Basiswährung und der US-Dollar die Kurswährung.
Oftmals wird die Kurswährung auch als Notierungswährung bezeichnet, da das Pfund in diesem Währungspaar in US-Dollar notiert.
Wenn nun also der Kurs des Währungspaares GBP/USD bei 1,50 liegt, dann bekommt man für ein Britisches Pfund genau 1,50 US-Dollar.
Die Abkürzung oder Spitzname unter Währungshändlern ist “Cable”.

Kategorie des Währungspaares GBP/USD

Das Währungspaar gehört im Devisenmarkt(Forexmarkt) zu den sogennanten Major-Währungspaaren.
Es ist dazu mit 14% Marktanteil, das am dritt-häufigsten gehandelte Währungspaar.
Der Marktanteil lässt sich auf die Notierung in US-Dollar zurückführen, da diese Währung das größte Volumen am Forexmarkt bildet. Großbritanien, als eine der stärksten Volkswirtschaften weltweit, sorgt ebenfalls für ein starkes Interesse am Handel dieses Währungspaares.

Bock auf Trading?
Hol Dir mein kostenfreies Ebook

Messgrößen für das Währungspaar GBP/USD

Für das Pfund kann man den eher weniger bekannten UK Pound Sterling Index in seine Analyse einbeziehen. Ein anderer Name für diesen Index ist “GBP Price Index” oder “Britisch Pfund Index”.
Es handelt sich bei diesem Asset um einen handelsgewichteten Index. Die Berechnung funktioniert anhand anderer Währungen. Man nutzt als Grundlage die Handelspartner Großbritaniens. Je stärker die Handelsbeziehung mit einer Nation, desto stärker die Währung des Handelspartners gegenüber dem Britischen Pfund.

Für eine Analyse des US-Dollars kann man den sehr bekannten U.S. Dollar Index(DXY) zur Hilfe nehmen. Dieser berechnet sich etwas anders, aber dazu gleich mehr.
Der U.S.Dollar Index stellt prinzipiell die Stärke des US-Dollars gegenüber anderer wichtiger Währungen dar. Die Berechnung funktioniert über einen festgelegten Währungskorb. Die Währungen in diesem Währungskorb haben eine individuelle Gewichtung.
Folgende Währungen sind im Währungskorb enthalten:

  • Euro, welcher auch den stärksten Einfluss auf den US Dollar Index hat. Seine Gewichtung liegt bei 57,6%.
  • Japanische Yen mit 13,6%,
  • Britisches Pfund 11,9%,
  • Kanadischer Dollar 9,1%,
  • Schwedische Krone 4,2%
  • Schweizer Franken mit 3,6%.

Beide Indizes werden zwar anders errechnet, sind aber in ihrer Wirkung und Aussagekraft gleich. Sie zeigen eindeutig wie stark die Währung im Verhältnis zum Währungskorb oder zu den größten Handelspartnern
ist und dienen somit als wichtiger fundamentaler Indikator für Händler in den verschiedensten Märkten.

Vorteile für den Handel des Britischen Pfund/US-Dollars

Der Grund für den starken Handel liegt im Volumen, der hohen Volatilität und den engen Spreads zugrunde. Diese Eigenschaften haben alle Major-Währungspaare. Darin liegen auch die Gründe, dass die Popularität dieser Währungspaare in Zukunft weiter steigen wird und damit natürlich auch das gesamte Handelsvolumen in diesen Märkten.

Warum handelt man das Währungspaar GBP/USD?

Hier sind 5 Gründe warum eine Vielzahl von Tradern täglich Cable handelt:

Merkmal
Beschreibung
Volatilität
Das Währungspaar GBP/USD ist bekannt für große Schwankungsbreiten. Das kommt von den vielen täglichen News aus dem Euro-Währungsraum, Großbritanien und den Vereinigten Staaten von Amerika. Aber schon die Tatsache, dass das dritt-größte Handelsvolumen hinter diesem Währungspaar steckt, lässt den Kurs täglich stärker schwanken, als bspw. der Kurs von Minor- oder Exotic-Währungspaaren.
Verfügbarkeit von Ressourcen
Dieser Grund trifft nicht nur auf das Britische Pfund oder den US-Dollar zu, sondern auf alle Währungspaare, wenn nicht sogar auf alle Märkte. In der gegenwärtigen Zeit gibt es Tausende professionelle Tools zur Auswertung von Charts und Chartmustern, unzählige Newsanbieter, welche alle Wirtschaftsdaten in Echtzeit zur Verfügung stellen, sodass man auch als kleiner Privathändler immer auf dem neuesten Stand ist. Die Analyse und Auswertung von Märkten und Charts ist so leicht wie noch nie zuvor.
Einzelbewegung
Das Währungspaar GBP/USD ist bekannt dafür, in nur einer Kerze, viele Pips zurückzulegen. Deshalb liegen hier auch die Chancen in Range- Breakouts oder im Trendfolgehandel, erstaunlich schnell hohe Gewinne einzusammeln. Natürlich ist dementsprechend auch das Risiko höher und man sollte sein Risikomanagement im Griff haben.
Marktanteil
Die Kopplung der Währungen GBP/USD nimmt am gesamten Forexmarkt, mit rund 14%, Platz 3 in der Liste der meist gehandelten Währungspaare ein. Das tägliche Volumen beläuft sich somit auf ca. 922 Mio. €. Dies bietet Institutionen, aber auch allen anderen Händlern, eine Menge an Möglichkeiten jeden Tag.
Sicherheit
Das Vereinigte Königreich ist eine der modernsten Volkswirtschaften der Welt, dementsprechend gibt es auch eine Vielzahl von Daten- und Preisinformationen. Die Londoner Börse soll ca 35% der Devisengeschäfte abwickeln.

Nachteile für den Handel des britischen Pfund/US-Dollars

Merkmal
Beschreibung
Bewegung
Das Währungspaar Britisches Pfund/US-Dollar reagiert ziemlich stark auf Wirtschaftsnews aus den beiden Destinationen und hat ein sehr hohes Handelsvolumen. Diese beiden Eigenschaften bringen spontane, schnelle und starke Bewegungen bei Wirtschaftsdaten, welche abweichend von der Erwartungshaltung des Marktes sind. Das kann bei Unachtsamkeit zu schweren Verlusten führen. Man sollte in diesem Markt stark auf sein Risikomanagement achten.
Mehrdeutigkeit
Durch die Nervosität in diesem Markt kommt es im GBP/USD oft zu sogenannten Fakeouts. Es wird ein Breakout nach Regelwerk angedeutet, aber es passiert genau das Gegenteil. Genau aus diesem Grund, sollten Anfänger in diesem Markt erst einmal auf Demo-Konten zurückgreifen.
Automation
Dieser Punkt betrifft nicht nur GBP/USD, aber hier potenziert sich dieser Effekt. Automatisierte Handelssysteme (Expert Advisor) machen Märkte zusätzlich volatil und erhöhen deutlich die Handelsaktivität in diesem Bereich.

Wenn man diese Vor- und Nachteile kennt und berücksichtigt, bieten sich Woche für Woche große Chancen. Bei ausführlicher Recherche kann man im Cable kontinuierliche Gewinne kassieren.

Wichtige Wirtschaftsdaten GBP/USD

Hier noch eine Liste mit den wichtigsten Wirtschaftsindikatoren, welche in diesem Paar starke Schwankungen auslösen und damit immer in die Analyse einbezogen werden sollten.

  • Erzeugerpreisindex (EPI)
  • Handelsbilanz
  • ISM Non Manufacturing
  • ISM Manufacturing
  • Einzelhandelsumsätze
  • Industrieproduktion
  • Federal Reserve Sitzungen (Fed)
  • Bank of England Sitzungen (BoE)
  • Verbrauchervertrauen
  • Zinsentscheide

Langzeitanalyse des Pfund-Dollar Kurses

Der Kurs des Pfund/US-Dollars ist über die letzten 15 Jahre von starken Schwankungen geprägt. Von 2002 bis 2008 gab es einen sehr starken Anstieg, welcher nur 2005 von einer stärkeren Korrektur heimgesucht wurde. Das Pfund ist seit je her mehr Wert als der US-Dollar. Anfang 2002 lag der Kurs bei 1,45 Dollar pro Pfund.
Nach 6 Jahren Anstieg erreichte der GBP/USD sein immer noch aktives Allzeithoch bei 2,11 US-Dollar, welche man für ein Pfund bekam.
Im Jahr 2008 kam dann aber, durch die Insolvenz der US-Bank Lehman Brothers am 15. September, der große Knall und der Kurs des GBP/USD fiel innerhalb von nur 3 Monaten, um 28% auf eine Marke von 1,44 US-Dollar je Britischen Pfund.
Die Jahre 2009 bis 2014 waren geprägt von einer stärkeren Seitwärtsphase, welche eine Range von 1,43 – 1,70 hatte.
Im Juli 2014 startete dann die nächste Talfahrt, welche ihr Ende erst im März 2015, nach 29% Verlust, bei einer Marke von 1,22 Pfund je US-Dollar fand.
Dies war einer sehr starken US-Wirtschaft geschuldet .
Langfristig befinden wir uns wieder in einer Seitwärtsphase, welcher der abkühlenden globalen Weltwirtschaft geschuldet ist.
Mittelfristig ist der Abwärtstrend intakt, jedoch bringt der Brexit unvorhersehbare Turbulenzen mit sich.

Historisches zur Währung Britisches Pfund

Über die Enstehung des Namens Pfund Sterling, gibt es keine klare Ansicht und keinen wirklichen Beweis. Das Pfund als Währung ist über 1200 Jahre alt und damit auch die älteste Währung der Welt. Alles begann mit der Einführung des Silberpennys. Diese wurden das erste mal vom angelsächsischen König Offa von Mercia ausgegeben. 1688 wurde die Bank of England gegründet und damit war die Zeit für das Papiergeld gekommen. Wie auch in den USA diente dieses in erster Linie der Finanzierung des Militärs. Bis 1957 waren alle Pfund Noten einseitig und schwarz-weiß bedruckt. Seit 1957 sind alle Banknoten mehrfarbig und beidseitig bedruckt.

Historisches zur Währung US-Dollar

Der US- Dollar, welcher auch “Greenback” genannt wird, was mit seiner grün gefärbten Rückseite zusammenhängt, findet seinen Ursprung im Jahr 1690.

Die Bezeichnung Dollar stammt von dem europäischen Wort “Taler”.
Zu Kolonialzeiten hatten die einzelnen Kolonien noch ihre eigenen Währungen. Der Dollar trat als Kolonial-Dollar das erste mal zum Unabhängigkeitskrieg 1775 auf.

Das Vorhaben scheiterte jedoch an der hohen Fälschungsrate und dem schwachen Finanzsystem. Erst 1781 wurde dann der heutige Dollar geboren. Das geschah in Zusammenarbeit des Kontinentalkongresses und der ersten amerikanischen Nationalbank. 1787 führte man dann auch das Münzgeld ein.

Die Dollar-Banknote wurde zur Finanzierung des Militärs im Jahr 1861 eingeführt. Die Vorderseite der Banknoten zeigt seitdem Porträts bedeutender Amerikaner. 1913 kam dann ein neuer Schein in den Umlauf, welcher später aus Kostengründen um 30% verkleinert wurde.

Teile den Beitrag

Share on facebook
Share on linkedin
Share on twitter
Share on email