Britisches Pfund – Schweizer Franken – GBP/CHF

Bedeutung des Währungspaares GBP/CHF

Das Währungspaar Britisches Pfund/Schweizer Franken oder auch kurz GBP/CHF ist, wie es sich selbst schon darstellt, das Kreuz für die Währungen der Länder Großbritanien und der Schweiz.

Angezeigt wird in diesem Währungspaar, wie viel Schweizer Franken man für ein Britisches Pfund bekommt. Die Währung Britisches Pfund ist hierbei die Basiswährung und der Schweizer Franken die Kurswährung oder Notierungswährung genannt.

Wenn nun also der Kurs des Währungspaares GBP/CHF bei 1,50 liegt, dann bekommt man für ein Britisches Pfund genau 1,50 Schweizer Franken.

Kategorie des Währungspaares GBP/CHF

Das Währungspaar GBP/CHF gehört im Devisenmarkt (Forexmarkt) zu den sogenannten Minor-Währungspaaren.
Den Minor-Währungspaaren kann man keinen genaueren Marktanteil nachweisen, aber als Cross Währungspaare sollte man beim Handel sehr vorsichtig sein.

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Messgrößen für das Währungspaar GBP/CHF

Für das Pfund kann man den eher weniger bekannten UK Pound Sterling Index in seine Analyse einbeziehen. Ein anderer Name für diesen Index ist “GBP Price Index” oder “Britisch Pfund Index”.
Es handelt sich bei diesem Asset um einen handelsgewichteten Index. Die Berechnung funktioniert anhand anderer Währungen. Man nutzt als Grundlage die Handelspartner Großbritaniens. Je stärker die Handelsbeziehung mit einer Nation, desto stärker die Währung des Handelspartners gegenüber dem Britischen Pfund.

Der Schweizer Franken wird ebenfalls in einem Währungsindex abgebildet. Im sogenannten CHF-Index werden eine Reihe liquider Währungen als Portfolio gegen den Schweizer Franken gestellt.
Enthaltene Währungen sind bspw der Euro, der US-Dollar aber auch das Britische Pfund und der Kanadische Dollar.

Vorteile für den Handel des Währungspaares GBP/CHF

Der Grund für den weniger starken Handel liegt im Volumen, der mäßigen Volatilität und den höheren Spreads zugrunde. Diese Eigenschaften sind auch in anderen Minor-Währungspaaren der Grund dafür, dass die Popularität dieser Währungspaare in Zukunft zwar steigen wird, aber niemals eine große Rolle im Verhältnis zu den Major-Währungspaaren spielen wird.

Warum handelt man GBP/CHF?

Hier sind 5 Gründe warum eine Vielzahl von Tradern täglich das Britische Pfund gegen den Schweizer Franken handelt:

Merkmal
Beschreibung
Volatilität
GBP/CHF ist bekannt für größere Preisranges. Das kommt von den vielen täglichen News aus Großbritanien und der Schweiz. Beide Währungen sind allgemein sehr bekannt für viel Nervosität. Genau aus diesem Grund hat man auch große spontane Ausbrüche in solchen Crosses.
Verfügbarkeit von Ressourcen
Dieser Grund trifft nicht nur auf das Britische Pfund oder den Schweizer Franken zu, sondern auf alle Währungspaare, wenn nicht sogar auf alle Märkte. In der heutigen Zeit gibt es kaum noch etwas was es nicht gibt. Tausende professionelle Tools zur Auswertung von Charts und Chartmustern, unzählige Newsanbieter, welche alle Wirtschaftsdaten in Echtzeit zur Verfügung stellen, sodass man auch als kleiner Privathändler immer auf dem neuesten Stand ist. Die Analyse und Auswertung von Märkten ist so leicht ist wie noch nie zuvor.
Einzelbewegung
Das Währungspaar GBP/CHF ist bekannt dafür in nur einer Kerze viele Pips zurückzulegen. Deshalb liegen hier auch die Chancen in Range- Breakouts oder im Trendfolgehandel erstaunlich schnell hohe Gewinne einzusammeln. Natürlich ist dementsprechend auch das Risiko höher und man sollte sein Risikomanagement im Griff haben.
Marktanteil
Die Kopplung der Währungen GBP/CHF nimmt am gesamten Forexmarkt nur einen kleinen Anteil ein. Das tägliche Volumen beläuft sich auf eine eher weniger messbare Größe, wird aber im hohen Millionenbereich täglich liegen.
Sicherheit
Großbritanien, genau wie die Schweiz sind zwei der modernsten Volkswirtschaften der Welt, dementsprechend gibt es auch eine Vielzahl von Daten- und Preisinformationen.

Nachteile für den Handel Britisches Pfund/Schweizer Franke

Merkmal
Beschreibung
Bewegung
Das Währungspaar Britisches Pfund/Schweizer Franken reagiert ziemlich stark auf Wirtschaftsnews aus den beiden Destinationen und hat ein sehr hohes Handelsvolumen. Diese beiden Eigenschaften bringen spontane, schnelle und starke Bewegungen bei Daten, die abweichend von der Erwartungshaltung sind. Das kann bei Unachtsamkeit zu schweren Verlusten führen. Man sollte in diesem Markt stark auf sein Risikomanagement achten.
Mehrdeutigkeit
Durch die Nervosität in diesem Markt kommt es im Währungspaar GBP/CHF oft zu sogenannten Fakeouts. Es wird ein Breakout nach Regelwerk angedeutet, aber es passiert genau das Gegenteil. Genau aus diesem Grund sollten Anfänger in diesem Markt erst einmal auf Demo-Konten zurückgreifen.
Automation
Dieser Punkt betrifft nicht nur das Währungspaar GBP/CHF, aber hier potenziert sich dieser Effekt. Automatisierte Handelssysteme (Expert Advisor) machen Märkte zusätzlich volatil und erhöhen deutlich die Handelsaktivität. Dies macht sich in starken spontanen Bewegungen bemerkbar.
Wenn man diese Vor- und Nachteile kennt, kann man sich bei ausführlicher Recherche in diesem Markt tolle und kontinuierliche Gewinne abholen.

Wichtige Wirtschaftsdaten im Pfund/Franke

Hier noch eine Liste mit den Wirtschaftsindikatoren, welche in diesem Paar starke Schwankungen auslösen und damit immer in die Analyse einbezogen werden sollten.

  • Erzeugerpreisindex (EPI)
  • Handelsbilanz
  • Einkaufsmanagerindex (EMI)
  • Einzelhandelsumsätze
  • Industrieproduktion
  • Bank of England Sitzungen (BoE)
  • Schweizer Nationalbank (SNB)
  • Verbrauchervertrauen
  • Zinsentscheide
  • Arbeitsmarktdaten

Langzeitanalyse für das Währungspaar GBP/CHF

Das Devisenpaar Britisches Pfund/Schweizer Franken befindet sich übergeordnet seit gut 16 Jahren in einem aktiven Abwärtstrend. Der genaue Beginn dieses Trends begann im Juli 2007, die Jahre davor waren durch eine Seitwärtsphase geprägt. Die Monatskerze im Juli 2007 hält bisher auch das Allzeithoch, bei einem Kurs von 2,50 Schweizer Franken je Britischen Pfund, fest.

Das Allzeittief wurde nach einer größeren Abwärtsbewegung im Oktober 2016 gebildet und liegt nun bei einer Marke von 1,14 Franken je Pfund. Aktuell bleibt abzuwarten, ob sich ein neues Allzeittief bildet, denn das würde die Fortsetzung des Abwärtstrends bestätigen. Sollten wir nach oben hin über die Marke von 1,40 laufen, dann besteht eine große Chance für weiteres Aufwärtspotenzial.

Historisches zur Währung Britisches Pfund

Über die Enstehung des Namens Pfund Sterling, gibt es keine klare Ansicht und keinen wirklichen Beweis. Das Pfund als Währung ist über 1200 Jahre alt und damit auch die älteste Währung der Welt. Alles begann mit der Einführung des Silberpennys. Diese wurden das erste mal vom angelsächsischen König Offa von Mercia ausgegeben. 1688 wurde die Bank of England gegründet und damit war die Zeit für das Papiergeld gekommen. Wie auch in den USA diente dieses in erster Linie der Finanzierung des Militärs. Bis 1957 waren alle Pfund Noten einseitig und schwarz-weiß bedruckt. Seit 1957 sind alle Banknoten mehrfarbig und beidseitig bedruckt.

Historisches zur Währung Schweizer Franken

In der Vorgeschichte des schweizerischen Währungssystems war bis zur Gründung der helvetischen Republik 1798, die Ausgabe von Münzen ausschließlich durch die einzelnen Kantone gestattet.
Die Franzosen führten 1798 den Schweizer Franken ein, welcher in Batzen und Rappen unterteilt war.

1848 wurde die Schweiz als Bundesstaat geschaffen und am 07.05.1850 der Schweizer Franken als offizielle Währung vom Staat bestätigt.

Der Schweizer Franken gilt aufgrund seines flexiblen Wechselkurses als krisensicher und zeichnet sich durch seine Stabilität aus.
Die Währung profitiert natürlich auch von der guten wirtschaftlichen Entwicklung der Schweiz über die vergangenen Jahrzehnte.
Anleger haben hohes Vertrauen in die Währung und die Schweiz als Finanzstandort, so dass in turbulenten Zeiten oder Krisen der Schweizer Franken als sicherer Hafen, neben Gold und dem Japanischen Yen gekauft wird.

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