Australischer Dollar – Kanadischer Dollar – AUD/CAD

Bedeutung des Währungspaares AUD/CAD

Das Währungspaar Australischer Dollar/Kanadischer Dollar oder auch kurz AUD/CAD ist, wie es sich selbst schon darstellt, das Kreuz für die Währungen der Wirtschaftsnationen Austalien und Kanada.

Angezeigt wird in diesem Währungspaar, wie viel Kanadische Dollar man für einen Australischen Dollar bekommt. Die Währung Australischer Dollar ist hierbei die Basiswährung und der Kanadische Dollar die Kurswährung oder auch Notierungswährung genannt.

Wenn nun also der Kurs des Währungspaares AUD/CAD  bei 1,50 liegt, dann bekommt man für einen Australischen Dollar genau 1,50 Kanadische Dollar.

Kategorie des Währungspaares AUD/CAD

Das Währungspaar AUD/CAD gehört im Devisenmarkt (Forexmarkt) zu den sogenannten Minor-Währungspaaren.

Den Minor-Währungspaaren kann man keinen genaueren Marktanteil nachweisen, aber als Cross Währungspaare sollte man beim Handel sehr vorsichtig sein.

Bock auf Trading?
Hol Dir mein kostenfreies Ebook

Messgrößen für das Währungspaar AUD/CAD

Für den Australischen Dollar kann man den “Trade Weighted Index” (TWI) einbeziehen. Dieser Index stellt im Grunde genommen einen Währungskorb dar, in dem die Währungen unterschiedlich gewichtet eingebracht werden.

Der Anteil der Landeswährungen bestimmt sich durch die Bedeutung, die das Land für Australiens Wirtschaft, vorallem Import- und Exportgeschäfte, hat. Der TWI gibt Aufschluss über die internationale Wettbewerbsfähigkeit Australiens

Der Kanadische Dollar wird ebenfalls in einem Währungsindex abgebildet. Im sogenannten CAD-Index werden eine Reihe liquider Währungen als Portfolio gegen den Kanadischen-Dollar gestellt.
Enthaltene Währungen sind bspw der Euro, der US-Dollar aber auch Britisches Pfund und Schweizer Franken.
Die Wichtung der einzelnen Währung geht meist aus der Stärke der Handelsbeziehung hervor.

Vorteile für den Handel des Währungspaares AUD/CAD

Der Grund für den weniger starken Handel liegt im Volumen, der mäßigen Volatilität und den höheren Spreads zugrunde. Diese Eigenschaften sind auch in anderen Minor-Währungspaaren der Grund dafür, dass die Popularität dieser Währungspaare in Zukunft zwar steigen wird, aber niemals eine große Rolle im Verhältnis zu den Major-Währungspaaren spielen wird.

Warum handelt man AUD/CAD?

Hier sind 5 Gründe warum eine Vielzahl von Tradern täglich den Australischen Dollar gegen den Kanadischen Dollar handelt:

Merkmal
Beschreibung
Volatilität
AUD/CAD ist bekannt für größere Preisranges. Das kommt von den vielen täglichen News aus Australien und Kanada. Beide Währungen sind allgemein sehr bekannt für viel Nervosität. Genau aus diesem Grund hat man auch große spontane Ausbrüche in solchen Crosses.
Verfügbarkeit von Ressourcen
Dieser Grund trifft nicht nur auf den Australischen Dollar oder den Kanadischen Dollar zu, sondern auf alle Währungspaare, wenn nicht sogar auf alle Märkte. In der heutigen Zeit gibt es kaum noch etwas was es nicht gibt. Tausende professionelle Tools zur Auswertung von Charts und Chartmustern, unzählige Newsanbieter, welche alle Wirtschaftsdaten in Echtzeit zur Verfügung stellen, sodass man auch als kleiner Privathändler immer auf dem neuesten Stand ist. Die Analyse und Auswertung von Märkten ist so leicht ist wie noch nie zuvor.
Einzelbewegung
Das Währungspaar AUD/CAD ist bekannt dafür in nur einer Kerze viele Pips zurückzulegen. Deshalb liegen hier auch die Chancen in Range- Breakouts oder im Trendfolgehandel erstaunlich schnell hohe Gewinne einzusammeln. Natürlich ist dementsprechend auch das Risiko höher und man sollte sein Risikomanagement im Griff haben.
Marktanteil
Die Kopplung der Währungen AUD/CAD nimmt am gesamten Forexmarkt nur einen kleinen Anteil ein. Das tägliche Volumen beläuft sich auf eine eher weniger messbare Größe, wird aber im hohen Millionenbereich täglich liegen.
Sicherheit
Australien, genau wie Kanada sind zwei der modernsten Volkswirtschaften der Welt, dementsprechend gibt es auch eine Vielzahl von Daten- und Preisinformationen.

Nachteile für den Handel des Währungspaares AUD/CAD

Merkmal
Beschreibung
Bewegung
Das Währungspaar Australischer Dollar/Kanadischer Dollar reagiert ziemlich stark auf Wirtschaftsnews aus den beiden Destinationen und hat ein sehr hohes Handelsvolumen. Diese beiden Eigenschaften bringen spontane, schnelle und starke Bewegungen bei Daten, die abweichend von der Erwartungshaltung sind. Das kann bei Unachtsamkeit zu schweren Verlusten führen. Man sollte in diesem Markt stark auf sein Risikomanagement achten.
Mehrdeutigkeit
Durch die Nervosität in diesem Markt kommt es im Währungspaar AUD/CAD oft zu sogenannten Fakeouts. Es wird ein Breakout nach Regelwerk angedeutet, aber es passiert genau das Gegenteil. Genau aus diesem Grund sollten Anfänger in diesem Markt erst einmal auf Demo-Konten zurückgreifen.
Automation
Dieser Punkt betrifft nicht nur das Währungspaar AUD/CAD, aber hier potenziert sich dieser Effekt. Automatisierte Handelssysteme (Expert Advisor) machen Märkte zusätzlich volatil und erhöhen deutlich die Handelsaktivität. Dies macht sich in starken spontanen Bewegungen bemerkbar.
Wenn man diese Vor- und Nachteile kennt, kann man sich bei ausführlicher Recherche in diesem Markt tolle und kontinuierliche Gewinne abholen.

Wichtige Wirtschaftsdaten im AUD/CAD

Hier noch eine Liste mit den Wirtschaftsindikatoren, welche in diesem Paar starke Schwankungen auslösen und damit immer in die Analyse einbezogen werden sollten.

  • Erzeugerpreisindex (EPI)
  • Handelsbilanz
  • Einkausmanagerindex (EMI)
  • Einzelhandelsumsätze
  • Industrieproduktion
  • Reserve bank of Australia Sitzungen (RBA)
  • Bank of Canada Sitzungen (BoC)
  • Verbrauchervertrauen
  • Zinsentscheide
  • Arbeitsmarktdaten

Langzeitanalyse des Australischen Dollar/Kanada-Dollar

Der Kurs des Währungspaares Australischer Dollar/Kanadischer Dollar ist über die letzten 15 Jahre von starken Schwankungen geprägt.
Von 2004 bis 2010 kann man hier von einer größeren Seitwärtsphase sprechen, welche erst Ende 2010 in einen Aufwärtstrend überging. Im Oktober 2008 gab es eine Spitze, welche das aktuelle Allzeittief hält. Der Kurs lag  kurzzeitig bei 0,71 Kanadische Dollar, welche man für einen Australischen Dollar bekommen hat. 
Der folgende Aufwärtstrend ging mit normalen Korrekturen auf das aktuell beständige Allzeithoch, bei einem Kurs von 1,07 CAD je AUD. Im April 2013 wurde dieses nochmal angelaufen, aber nicht gebrochen.
Die Folge davon war eine 3 jährige Seitwärtsphase, welche seit 2017 in einen Abwärtstrend übergegangen ist.

Historisches zur Währung Australischer Dollar

Im Jahr 1910 hat Australien das Australische Pfund als eigene Währung eingeführt und dieses war auch bis 1966 aktiv. Es war exakt die gleiche Währung, wie im Englischen Raum.
Da dieses englische Münzsystem jedoch veraltet war, lag es auf der Hand sich nach einem neuen umzuschauen.1963 hat die australische Regierung dann auf ein Dezimalsystem umgestellt, den heutigen Australischen Dollar. 1 AUD = 100 Cent.
Ab den 1990er Jahren kam Australiens Wirtschaft ins Rollen und wurde immer weiter in die Weltwirtschaft integriert.
Der Australische Dollar konnte zunehmend an Bedeutung gewinnen.
Auch wenn die Finanzkrisen, 1997 im asiatischen Raum und 2008 weltweit, dem AUD geschadet haben, hat die Reserve Bank den Kurs durch Call Optionen und USD Ankäufe weites gehend stabil gehalten.

Historisches zur Währung Kanadischer Dollar

Der Kanadische Dollar wird schon immer von der kanadischen Zentralbank, Bank of Canada (BoC) ausgegeben.
Eingeführt wurde der Kanadischer Dollar im April 1871, um eine einheitliche Währung zwischen den kanadischen Provinzen herzustellen.
Bis zum 10.April 1933 gab es eine komplette Golddeckung der Währung.
Der Spitzname “Loonie” kommt von der Abbildung eines Eistauchers (englisch “loon”) auf der Rückseite der Münze.
Die Münzen werden von dem Unternehmen Royal Canadian Mint geprägt und Banknoten werden von dem Unternehmen Canadian Bank Note Company hergestellt.

Insider: Eine Besonderheit ist die 2-Dollar Münze, Spitzname “toonie”.
Die Auflage von 2017 zeigt auf der Rückseite ein Nordlicht, welches bei Dunkelheit wirklich leuchtet.

Teile den Beitrag

Share on facebook
Share on linkedin
Share on twitter
Share on email