Börse

Hausse und Baisse - eine Rundfahrt durch die Börse

Kopf an Kopf Rennen zwischen Microsoft und Apple, Up and Down, Rally und Crash, Schikanen,
Kerzen und Tunnel im Chart, Zweifachhoch, Flagge, Keil, Wimpel oder einfach Stagnation – wer weiß
das schon.

Die Börse

Betrachtet man die Buzzwords aus den Nachrichten, die mit der Beschreibung und der Darstellung der Börse einhergehen, könnte man denken, es geht um eine weltweite Rennfahrt, Kopf an Kopf, mit Nachrichten in Echtzeit, hoch frequentiert und jeder ist ein Rennfahrer.
Manche Akteure der Börse fahren mit PS Boliden und mächtigem Hubraum also Finanzvolumen wie z. B. Berkshire Hathaway, der Ferrari der Börse oder Black Rock. Andere wiederum, wie z. B. Klaus Kleinanleger und andere private Trader gehen im Vergleich zu den starken, reichhaltig ausgestatteten Gegnern an der Börse mit einer einfachen Seifenkiste an den Start.

Das Gute ist, auch eine Seifenkiste kann gewinnen- bildlich gesprochen natürlich. Nur bedarf es dafür keiner steilen Berge oder einer aerodynamischen Bauweise, sondern vor allem Geduld, Wissen, ein zuverlässiges Team und Mut, sowie die innere Stärke, nicht der Herde zu folgen.
Und tatsächlich ähnelt die Welt der Börse der der Wettrennen sehr. Es gibt Gewinner und Verlierer. Es geht um Geld, vor allem um Zeit und das richtige Timing. Auch die Psychologie des Marktes, also der Gesamtheit der Marktteilnehmer, ist einer der entscheidendsten Faktoren beim unendlich andauernden Wettrennen der Börse.

Denn nur ein wacher und konzentrierter Rennfahrer kann die Schikanen der Börsen gekonnt meistern oder umfahren, um mit möglichst wenig Sprit möglichst schnell ins Ziel zu kommen. Damit auch Du an diesem interessanten und alles betreffenden Rennen mitmachen kannst, führt Dich der folgende Artikel in die Welt der Börse ein.

Doch zuerst: Nomen est Omen. Was ist eigentlich die Börse? Going Public oder wie? Und ist ein getunter Finanzgigant
tatsächlich schneller als ein privater Trader mit seiner eifrig zusammen gesparten Seifenkiste?

Begriff und Historie Börse

Aber zu Beginn sollten wir – verzeiht das wiederholte Wortspiel – im ersten Gang losfahren. Außer man möchte gleich zu Beginn wie so viele, die sich einfach in den Markt stürzen, mit einem kaputten Getriebe starten. Dazu gehört es, sich mit der wichtigsten Terminologie vertraut zu machen, um auch zu verstehen, wie die Börse funktioniert und welche Möglichkeiten dieser innewohnen.

Zumeist wird die Börse mit der Aktienbörse assoziiert. Dabei ist das Prinzip Börse an sich älter als der Aktienhandel. Die erste Börse wurde im 15. Jahrhundert in Brügge (Belgien) als Wechselbörse (Wechsel als Wertpapier, heute eher unüblich, unbedingte Zahlungsanweisung ähnlich dem Scheck nur Aussteller als Gläubiger) gegründet.
In Deutschland entwickelten sich die ersten Börsen als Waren- und Devisenbörsen in Augsburg und Nürnberg im 16. Jahrhundert. Wir erkennen, dass Devisen, also fremde Währungen schon vor knapp 500 Jahren an einem zentralen Ort (damals auch
Platz genannt) gehandelt wurden. Die verschiedenen Devisenbörsen, welche heute nach wie vor den gleichen Grund wie damals erfüllen, bilden neben dem außerbörslichen Devisenhandel den Devisenmarkt oder auch FOREX genannt.

Bezüglich der Wortherkunft existieren verschiedene Angaben, vom altgriechischen byrsa (Tierhaut, Fell) bis zum lateinischen bursa (Ledertasche, Geldbeutel) über das niederländische beurs, nach der Brügger Kaufmanns Familie van der Beurse für die Bezeichnung eines Gebäudes/Ortes an dem Waren gehandelt werden, hat sich in Deutschland daraus das Wort Börse für einen Ort bzw. ein
Gebäude an dem Handel betrieben wird, abgeleitet. Eine grundsätzliche Definition, die alle Eventualitäten abdeckt liefert der Duden:

Börse:
„regelmäßig stattfindender Markt für Wertpapiere, Devisen und vertretbare (fungible) Waren, für die
nach bestimmten festen Bräuchen Preise ausgehandelt werden“

Zusammengefasst löst die Börse die Diskrepanz zwischen Angebot und Nachfrage, indem sie einen Ort ermöglicht, an dem diese aufeinander treffen können. Darüber hinaus hat sich die Börse selbst weiterentwickelt und sich an die Gegebenheiten der jeweiligen Zeit angepasst, erfüllt dabei jedoch immer noch ihre originäre Bedeutung als Bindeglied von Angebot und Nachfrage.

Fungible Waren oder Wertpapiere sind übrigens solche, welche durch Dinge der gleichen Gattung frei austauschbar sind, wie z. B die Daimler AG Stammaktie oder 1 Kilogramm Gold, da sich die die Stammaktie nicht von einer anderen der gleichen Aktiengesellschaft unterscheidet. Das Zauberwort ist hier Standardisierung. Teilt ein Gut mit vielen weiteren Gütern ausschließlich ähnliche Eigenschaften, so kann es über Börsen gehandelt werden.

Zusammengefasst dient die Börse neben der Funktion als Handelsplatzfunktion und der damit verbundenen elementaren ordnungsgemäßen Kursfeststellung des betreffenden Handelsobjektes, auch als Barometer für die Befindlichkeit eines Landes, der wirtschaftlichen Lage oder eins Unternehmens sowie ein Stimmungsindikator der Anleger, als Medium zu Austausch von
Informationen und monatlich auch als bedeutender Arbeitgeber.
Außerdem wird das Geschehen an der Börse durch Regeln bestimmt, um einen geregelten Handelsverlauf zu gewährleisten.
Diese Regeln oder Handelsbräuche sog. Börsenusancen sorgen für Rechtssicherheit bei den Teilnehmern. Für diese Leistung erheben Börsen Kommissionen oder Courtage. Weitere Begrifflichkeiten sind Kassa- und Terminbörse. Die EUREX z. B. ist eine Terminbörse, d.h., dass zwischen Verpflichtungs und Verfügungsgeschäft mehr als 2 Werktage liegen, wobei hingegen in der Kassabörse die Lieferung maximal nach 2 Tagen abgewickelt wird.

Zur Vollständigkeit: das Gegenteil von an der Börse handeln wird fachsprachlich übrigens OTC genannt. OTC bedeutet over the counter und bezeichnet den außerbörslichen Handel von Wertpapieren. Also auch den Handel von nicht fungiblen Objekten.

Bierbörse oder Singlebörse? Ich nehme einen von der Gebrauchtwagenbörse.

Die Börsenarten im Überblick

Wie die Überschrift erkennen lässt, findet das Wort Börse häufig Einzug in unserem allgemeinen Sprachgebrauch. Generell ist das Wort Börse jedoch im Finanzmarkt zu Hause.
Hier lassen sich grundsätzlich folgende Börsen selektieren:

  • Effektenbörse für Wertpapiere (Aktien, Anleihen, Fonds, etc.)
  •  Devisenbörsen für Fremdwährungen
  •  Terminbörsen für Optionen, Futures und andere Derivate
  •  Waren- und Spezialbörsen für Rohstoffe wie Zucker und Schweinebäuche (siehe auch Film
    „Glücksritter“)
  • neu: Börsen für Kryptowährungen
  • weitere: Dienstleistungsbörsen oder Energiebörsen (z. B. Europoean Energy exchnge (EEX) in
    Leipzig, etc.)

Je nachdem um welchen Basiswert (Aktien, Anleihe, Devisen, Kaffee, usw.) sich Dein Interesse dreht, gibt es also verschiedenen Arten von Börsen an denen Handel betrieben werden kann. Als wenn das nicht schon komplex genug ist, musst Du Dich nun auch noch entscheiden, ob Du während des Handels physisch präsent oder elektronisch dabei sein willst.
Keine Sorge, alles ist möglich.
Seit einigen Jahren drängen weiterhin sogenannte Kryptowährungen (BITCOIN, ETHERUM, IOTA, etc.) verstärkt in allen möglichen Formen und Farben in den Markt.

Zu mehr Input zum Thema Kryptowährungen gelangst Du HIER.

Treffen wir uns Parkett oder Elektro?

Wie im vorherigen Abschnitt angedeutet, gibt es zwei verschiedene Formen des Handels an Börsen. Klassisch an einer geschäftig hektischen Präsenzbörse wie etwa der NYSE (New York Stock Exchange – auch „Wall Street“ genannt) oder vollelektronisch über sogenannte Computerbörsen.
Letztere machen dabei den größten Teil des Handels an Börsen aus und verdrängen nach und nach den klassischen Präsenz- oder auch Parketthandel genannt. Im altehrwürdigen Parketthandel treffen sich die Teilnehmer in Person und wickeln ihre Geschäft von Angesicht zu Angesicht ab.
An den elektronischen Börsen übernimmt im Gegensatz zu den Präsenzbörsen ein Computerprogramm die automatisierte Kalkulation und Disposition/Verarbeitung der einzelnen Transaktionen.

Bedeutendster (elektronischer) Börsenhandelsplatz von Deutschland ist das exchange electronic trading, kurz XETRA, an welchem über 90 % des Aktienhandels von deutschen Börsen stattfinden.
Hier treffen die Börsenteilnehmer nicht mehr persönlich aufeinander sondern auf rein elektronischem Weg ohne den anderen Vertragspartner zu kennen. Bedeutende Computerbörsen sind daneben bspw. NASDAQ in den USA oder EUREX.

Die EUREX ist z. B. eine elektronische Terminbörse für Futures und Optionen. In den USA ist die NASDAQ mit ca. 4,5 Mrd. gehandelten Aktien pro Tag die größte elektronische Börse. Wer einmal den aufregenden Flair des Präsenzhandels oder auch criée Handel (wegen franz. „zurufen“) erleben möchte, der sollte – sofern möglich – einmal die NYSE besuchen.
In Deutschland hat der Parketthandel an der Frankfurter Börse bereits 2011 ein Ende gefunden. Eine Ausprägung des elektronischen Börsenhandels ist der Hochfrequenzhandel, welcher durch sehr hohe Geschwindigkeiten bei der Orderausführung, kurze Haltefristen und hohe Volumen charakterisiert wird. Dabei wird teilweise im Nanosekundentakt gekauft und verkauft, was durch die
hohe Geschwindigkeit nur noch durch Maschinen darstellbar ist.

Deutlich wird die Bedeutung des HFH an der durchschnittlichen Haltedauer einer Aktie. Wurden Aktien im letzten Jahrhundert noch
über viele Jahre (Jahrzehnte) hinweg gehalten, so beläuft sich die aktuelle Haltedauer von Aktien auf wenige Sekunden.

Preisbildung an der Börse

Um den Preis eines Handelsobjektes wie z. B einer Aktie zu bestimmen, muss ein Börsenkurs festgestellt werden. Dieser ergibt sich ganz einfach ausgedrückt durch Angebot und Nachfrage für das betreffende Handelsobjekt. Hierzu werden zunächst sämtliche Order (Kauf- und Verkaufsanfragen) entgegen genommen, ins Orderbuch eingetragen und anhand vom
größtmöglichen zustande kommenden Umsatz der Kurs ermittelt.

Also der Kurs bei dem möglichst viele Order bedient werden können (Meistausführungsprinzip). Dieses Verfahren wird Festsetzung
des Kurses genannt und geschieht heute meist wie beschrieben elektronisch via z. B. XETRA. Wichtig zu erwähnen ist hierbei, dass der Kurs lediglich die Erwartungshaltung der einzelnen Marktteilnehmer ausdrückt.

Der durch die Börse ermittelte Kurs (Preis) muss keinesfalls valide im Sinne von fair oder nachvollziehbar sein. Bspw. kann eine Aktie mit einem vergleichsweise hohen Kurs ausschließlich durch irrationales Verhalten und keineswegs durch ein solides wertvolles Unternehmen gekennzeichnet sein.
Eindrucksvoll wird dieser Markt von Erwartungen durch folgendes Zitat verdeutlicht:

„Ich kann die Bahn der Himmelskörper auf Zentimeter und Sekunden genau berechnen, aber nicht, wohin die verrückte Menge einen Börsenkurs treiben kann.“ 

Isaac Newton

Wie überall ist die Aussagekraft eines Kurses eines Handelsobjektes sehr eingeschränkt, da ein rasant angestiegener Kurs auch das Ergebnis einer geschickten Marketingkampagne oder klug gestreuter Gerüchte sein kann. Dies führt direkt zum nächsten Abschnitt.

Psychologie der Börse - Behaviroal Finance

„Es gibt nichts, was so verheerend ist, wie ein rationales Anlageverhalten in einer irrationalen Welt.“ 

Maynard John Keynes

Einer der bedeutendsten Einflussfaktoren an der Börse ist das Verhalten der Marktteilnehmer, welches auch wenn viele Transaktionen auf wohlüberlegten Strategien aufbauen, gemäß dem oben stehenden Zitat von einem der bedeutendsten Ökonomen John Maynard Keynes (siehe auch Keynesianer) durch Irrationalität gekennzeichnet ist.
Natürlich gibt es Ansätze und Wege, die möglichst gut versuchen nachvollziehbare und rationale Entscheidungen zu ermöglichen und natürlich gibt es auch genügend prominente Beispiele bei denen an der Börse das große Geld vereint werden konnte.
Jedoch kommt niemand an der Psychologie der Börse vorbei.

Viele Akteure meinen durch Spezialwissen den Markt zu verstehen und denken, dass genaue Vorhersagen möglich sind.
Doch hier besteht die Gefahr der Selbstüberschätzung. Auch wenn alle betreffenden Finanznachrichten genauestens analysiert wurden, können unvorhergesehene Ereignisse oder Stimmungen einen immensen Einfluss auf den Kurs ausüben. Hat man nicht zufällig die berühmte und stets in diesem Kontext erwähnte Kristallkugel für den Blick in die Zukunft parat, kann man
schlicht und ergreifend keine genauen Angaben über die zukünftige Entwicklung an der Börse machen.

Bestenfalls lassen sich mithilfe von Tools und Techniken und dem nötigen know-how Trends oder Signale erkennen, die die Grundlage von Kauf- und Verkaufsentscheidungen bilden können.
Entschieden ist auch wie Informationen be- und verwertet werden und welche Rolle Emotionen bei der Verarbeitung der Daten spielen. Als Faustregel gilt, dass die Emotionen ein bedeutender aber nicht verlässlicher Partner bei der Auswahl des richtigen Handelsobjektes sind.

Zusammengefasst musst Du neben all den Informationen und Nachrichten die es zu be- und verwerten gilt, auch die Psychologie der Börse beachten. Da dieses Teilgebiet so umfassend ist, schaust Du Dir dazu am besten den Extra Artikel BEHAVIORAL FINANCE an. 

Börsengurus

Vielleicht ist Dir schon aufgefallen, dass es sogenannte „Börsengurus“ oder auch „Börsenlegenden“ gibt. Jene sagenumwobenen Gestalten, die es geschafft haben mit Verstand und Mut an der Börse erfolgreich zu werden. Mit scheinbar nichts außer dem richtigen „Riecher“ sahen Sie Trends eher als andere, folgten nicht den Mainstream Titeln oder fremden Erwartungen sondern fokussierten sich auf ihr Gespür, um dann mit Timing par excellence im entscheidenden Moment zuzuschlagen.

Je nachdem, welchen berühmten Sohn der Börse man sich anschaut, so hat jeder seine mehr oder weniger eigene Strategie.
Für weiterführendes Interesse empfiehlt sich der Artikel STRATEGIEN oder du beschäftigst Dich genauer mit den folgenden Personen. Denn gewiss ist, diese Leute haben mehr richtig als falsch gemacht.

Aber Auch hier spielt neben der Strategie die Psychologie des Marktes eine elementare Rolle. Denn genauso wie man sich von Stimmung der Masse herunterziehen lassen kann, so kann man sie auch für sich nutzen. Oder wie JFK es einmal gesagt hatte:

„Das Leben ist ungerecht, aber denke daran: nicht immer zu deinen Ungunsten.“

Um Dir einige Namen an die Hand zu geben und die wichtigsten Facts zu den „Börsengurus“ zu vermitteln, folgend eine kleine Sammlung von Namen und Fakten:

Waren Buffet:

  •  Vertreter der Value-Investin Straegie
  • drittreichster Mensch der Welt
  • CEO Berkshire Hathaway (Kosten A-Aktie: knapp TEUR 300—teuerste Aktie der Welt)
  • Starinvestor, Unternehmer und Mäzen

André Kostolany:

  • Spekulant und Börsenlehrer
  • Journalist und Schriftsteller (z. B. CAPITAL Kolumnist)
  • Urheber zahlreicher Börsenweisheiten und Zitate

George Soros:

  • Hedgefondsmanager, Investor und Börsenexperte
  • im Vergleich zu Waren Buffet nur 23. reichster Mensch der Welt
  • Betreuer des Quantum Fund
  • Aktivist und polarisierende öffentliche Wahrnehmung

Bedeutende Börsen

An den größten deutschen Börsen finden sich einige der üblichen Verdächtigen der bedeutenden Indizes.
Ein Indizes ist nebenbei bemerkt (vom lateinisch index „anzeigen“) die Darstellung der Entwicklung verschiedener ausgewählter Objekte wie z. B. Aktien über einen Zeitraum hinweg. Die Menge an Objekten im Index wird bei Einführung eines Index auf einen Wert von z. B. 1000 normiert und entwickelt sich dann gemäß den gelisteten (angezeigten) Werten im Index weiter.

So startete der DAX bspw. im Jahr mit 1987 mit 1000 Punkten als Indexbasis und liegt heute bei ca. 13.000 Punkten (Stand November 2019). Bedeutende Indizes sind weiterhin repräsentativ für die Lage einer Branche oder eines Landes.
Indizes können weiterhin nach verschiedenen Segmenten aufgebaut sein. Z. B gibt es mehrere Indizes für deutsche Aktiengesellschaften.
Diese können der Größe nach kategorisiert sein (DAX, MDAX, SDAX) oder nach Branchen oder Regionen wie tecDax. Es gibt auch
Indizes, welche international angelegt sind, wie der MSCi World, welcher einer der wichtigsten Aktienindizes bildet Entwicklung von über 1600 Aktien aus 23 Ländern.
In Deutschland existieren aktuell 11 Börsenplätze in Deutschland. Wichtigste Deutsche Börse und Betreiber der Deutsche Börse AG ist natürlich die Frankfurter Wertpapierbörse mit der berühmten Statue von Bulle und Bär. Der Bulle (auch engl. Bullisch, franz. Hausse) oder auch Bullenmarkt steht für die Erwartungshaltung steigender Kurse und der Bärenmarkt (auch engl. Bearisch, franz. Baisse) für die gegenteilige Erwartungshaltung, nämlich fallende Kurse.

Man kann es sich so vorstellen:
Der Bulle wirft mit seinen Hörnern die Kurse nach oben und der Bär trampelt sie mit seinen Tatzen nieder. Siehe auch Artikel BULLEN- UND BÄRENMARKT.
Darüber hinaus gibt es zahlreiche größere und kleinere Börsen für die unterschiedlichsten Objekte in allen möglichen Ländern.
Zu den bedeutendsten zählen NY in den USA (NYSE) NASDAQ, Tokio in Japan, Amsterdam, London und Hongkong.

Einschneidende Ereignisse

Das bei soviel Geldumschlag auch negative Folgen einhergehen können, zeigen uns berühmte Börsencrashs. Denn auch bei der Rennfahrt lassen sich Massenkarambolagen und für immer in die Geschichte eingehende Ereignisse nicht vermeiden – egal wie viel Sicherheitsbestimmungen und Regeln auferlegt werden.

Damit Du bei dem nächsten und der kommt sicher – Börsencrash nicht ahnungslos mit in den Crash eindriftest, geben Dir die folgende Zeilen einen kleinen, nicht abschließenden Überblick historischer Börsencrashs. Vielleicht lassen sich ja auch hier Muster
erkennen, die abstrahiert auf die Zukunft angewandt werden können.


Die Tulpenkrise:
Objekt zahlreicher Legenden und Sagen ist die im 17. Jahrhundert in den Niederlanden stattfindende Tulpenkrise.
Die Tulpenkrise als damaliges Statussymbol wurde zum Spekulationsobjekt schlechthin und lies durch den drauf folgenden  Börsencrash angeblich die gesamte ndl. Wirtschaft erbeben.
Findige Händler handelten mit Rechten (Derivaten) = Tulpen in der Zukunft zu erwerben und so baute sich eine große Blase auf. Aufgebläht durch das Inszenierungsbedürfnis der Menschen und blinder Gier, blähte sich die Blase immer weiter auf, bis der Markt schließlich für Korrektur sorgte und in eine Krise des Warenhandelns mündete.

Schwarzer Freitag:
Ein legendärer Tag vor etwa 75 Jahren: der 25. Oktober 1929. An diesem Tag platzte für Millionen Menschen die Illusion von Wohlstand und läutete gleichzeitig den Beginn einer Weltwirtschaftskrise ein. Aufgrund des vorher herrschenden Wirtschaftswachstums schienen Risiken und Regeln ausgeblendet. So wurden für nicht existierende Unternehmen Aktien verkauft oder mehr ausgegeben, als vorhanden.
Doch als viele Anleger plötzlich fast panikartig ihre Aktien verkauften und die Kurse binnen Stunden teilweise auf null fielen, war der große Traum vom schnellen Geld vorbei.


Dot Com Blase:
Die unter anderem auch als Internetblase bezeichnete Krise im Jahr2000 fand Ihren Ursprung im Aufkommen der zahlreichen Start Up Unternehmen in Folge der Überflutung der Welt von Internet, Computern, Handgeräten wie dem Personal Assistant unter anderen elektronischen damaligen Innovationen. Zahlreiche von diesen neuen Unternehmen strömten an die Börse, darunter aber auch große Unternehmen wie die Telekom.
Besonders für Kleinanleger, die durch ausufernde Werbemaßnahmen für den neuen Markt „heiß“ gemacht wurden zahlten viel Lehrgeld als der durch höchste Erwartungen aufgeblähte Markt mangels sich einstellender Gewinne kollabierte.
Viele Unternehmen gerieten in Schieflage und mussten entweder saniert werden oder wurden liquidiert.
Auch hier zeigt sich deutlich die oben erwähnte Psychologie des Marktes, denn auf die Euphorie folgte Panik und die Anleger zogen ihre Investments zurück.

Immobilien/-Finanzweltwirtschaftskrise:
Verfilmt in „The Big Short“, zeigt auch diese Krise, wie schnell Träume/Blasen platzen können.
Nachdem lange Zeit Immobilienkredite auch ohne hinreichende Prüfung an schwache Kreditnehmer vergeben wurden und die Immobilienwerte in den USA stetig stiegen, stagnierten 2008 die Preise und fielen mitunter. Viele einkommensschwache Kreditnehmer wurden aufgrund der nur kurzen Zinsbindung nun höher belastet und konnten ihre Kredite nicht mehr tilgen.
Die Banken erhielten ihr Geld nicht mehr zurück, wodurch unzählige Bank-Crashs folgten.
Da auch Unternehmen nicht mehr sicher sein konnten, ob Banken als sichere Geschäftspartner zählen, folgte auch der wirtschaftliche Einbruch. Diese Krise fand ihre Folgen bis in kleinere regionale Hausbanken, an welche hochkomplexe Finanzinstrumente verkauft wurden, vollbeladen mit sogenannten toxischen Papieren.
Dadurch gerieten selbst solide Banken deutschen Ursprungs in die Schieflage. Jedoch verdient dieses Thema sowie die Börsenkrisen an sich weiterführendes Interesse und sollte bei zukünftigen Überlegungen immer eine große Rolle spielen.

Akteure der Börse / Mitmachen aber wie?

Nachdem Du nun das theoretische Rüstzeug besitzt, ist es an der Zeit sich Gedanken zu machen, wie Du an diesem Kuchen partizipieren kannst. Um im Rennfahrerjargon zu bleiben: Mit welchem Gefährt gehst Du an den Start?
Welche Strategie willst Du verfolgen und vor allem, wie baust Du Dir Deine optimale Boxencrew auf, damit Du auch immer mit den technischen und theoretischen Rüstzeug versorgt wirst?

Grundsätzlich kann Jedermann ein Rennfahrer oder eben Börsenteilnehmer sein. Banken sind dabei in der Rolle des Makler oder Broker und führen Aufträge für Ihre Kunden durch. Weiterhin agieren an der Börse die dafür zugelassenen Unternehmen um entweder selbst zu handeln oder Geldmittel aufzutreiben. Strebt ein Unternehmen den Gang an die Börse an, will es also die
Notierungsaufnahme von Aktien oder Anleihen in einen organisierten Kapitalmarkt erreichen, wird dies als „going public“ bezeichnet.

Möchtest Du nun selbst als Trader an der Börse auftreten, so benötigst Du neben den finanziellen Mitteln ein Depot von einem Online Broker oder Deiner Hausbank, in welchem Du Deine Börsenwerte verstauen kannst. Hast Du das für Dich passende Depot gefunden, so kann es im Prinzip auch schon losgehen. Und natürlich kannst Du Dich einfach rein stürzen… und wegen zu viel
Enthusiasmus hart gegen eine Mauer fahren und aus dem Auto geschleudert werden.

Oder Du vertraust auf Deine Boxencrew und vertraust Dich jemandem an, der bereits Erfahrung in diesem Gebiet besitzt bzw. Dir Tools zu Verfügung stellt, mit welchen Du selbst Strategien entwickeln und abbilden kannst. Vor allem die nötige Software zur Auswahl geeigneter Titel unter Zuhilfenahme von Chartanalysetechniken können wertvolle Impulse für Kauf- und Verkaufsentscheidungen bieten und Dich bestens vorbereitet durch die Schikanen der Börse leiten.

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